Fußball Zum Auftakt geht es direkt zur Sache

Jubeln  möchte            der Verbandsligist     SKV   Rutesheim in der    kommenden    Saison  möglichst oft –  wie hier  in der Relegation  nach     dem    Treffer zum 2:2 von Steffen Hertenstein    (Mi.). Foto: Baumann
Jubeln möchte der Verbandsligist SKV Rutesheim in der kommenden Saison möglichst oft – wie hier in der Relegation nach dem Treffer zum 2:2 von Steffen Hertenstein (Mi.). Foto: Baumann

Nach einer nur sehr kurzen Sommerpause startet die SKV Rutesheim in die Saisonvorbereitung. Da die Zeit bis zum Ligabeginn drängt, absolviert der Verbandsligist anfangs drei Testspiele in vier Tagen.

Rutesheim -

Inzwischen sind sie es bei der SKV Rutesheim ja gewohnt, kurze Sommerpausen zu haben. Das dritte Jahr in Folge sorgte die Relegation für eine verlängerte Saison. Und Trainer Rolf Kramer rennt die Zeit davon. Bereits in drei Wochen, am 4. August, steht der Pflichtspielauftakt im Verbandspokal beim TV Darmsheim an. Am darauffolgenden Wochenende ist die zweite Runde terminiert, eine weitere Woche später, am 18. August, der Ligaauftakt gegen den VfB Neckarrems. Dennoch gönnte Kramer seinen Spielern zweieinhalb Wochen Pause. „Das ist deutlich zu kurz, aber immerhin ausreichend, um zumindest ein wenig Abstand zu gewinnen und neue Energie zu tanken“, sagt Kramer.

Die Spieler büßten so nur wenig von ihrem Fitnesslevel ein und brachten sich mit Dauerläufen in der vergangenen Woche wieder auf das entsprechende körperliche Niveau. Nachdem er sich einen Eindruck vom Leistungsstand seiner Mannschaft gemacht hat, wird Kramer deshalb auch zügig in den hohen Intensitätsbereichen an den physischen Grundlagen arbeiten. Im Anschluss stehen gruppentaktische Übungsformen auf dem Programm. „Wir brauchen eine bessere Feinabstimmung innerhalb und zwischen den Reihen, um die Kontrolle über das Spiel zu erhöhen. Nach vorne wollen wir daran arbeiten, ständig in Bewegung zu sein, die Räume besser zu besetzen und mehr Laufwege in die Tiefe zu machen“, erklärt Kramer.

Dafür bestellt er sein Team einen Monat lang fünfmal pro Woche auf den Sportplatz, ein Tag unter der Woche und der Sonntag bleiben frei. Der Auftakt nach der ersten Einheit am vergangenen Donnerstagabend hat es dabei direkt in sich. Zwischen dem morgigen Samstag und Dienstag hat Rolf Kramer insgesamt drei Testspiele in vier Tagen ausgemacht. Danach haben seine Spieler neun Tage Wettkampfpause, stattdessen absolvieren sie Einheiten und eine Art Trainingslager auf dem heimischen Sportgelände. Neben der Integration der Neuzugänge geht es ihm vor allem auch um die Stärkung des Mannschaftsgefüges und die Entwicklung und Verteilung der Verantwortung.

Da sich mit Danny Konsek (OFK Beograd Stuttgart) und Pascal Haug (noch ohne neuen Verein) noch zwei Verteidiger verabschiedet haben, rücken die neuen Defensivkräfte Constantin Kogel (eigene U 23), den Kramer eher in der Innenverteidigung als wie bislang im zentralen Mittelfeld sieht, und Außenverteidiger Maximilian Füssenhauser (VfL Pfullingen) noch schneller in den Fokus.

Mit Alexander Wellert, Moritz Wemmer und Joshua Trefz hat der Trainer nur drei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Obwohl er in der kommenden Saison verstärkt auf die Dreierkette setzen will, fühlt sich Kramer auf dieser Position nicht unterbesetzt. Nachgelegt werden soll nur, wenn „sich noch kurzfristig etwas ergibt“.

Im vorderen Bereich hat Kramer mehr Auswahl. Neben den Neuzugängen Salvatore Catanzano (eigene U 19), der kürzlich im Pokalfinale der A-Junioren mit vier Toren noch einmal auf sich aufmerksam machte, Noah Lulic (VfL Sindelfingen), Christos Oxouzidis (TSV Bicken/Verbandsliga Hessen), Alexander Grau (TSV Schwaikheim) und Albion Maliqi (SV Böblingen A-Junioren) ist auch Gianluca Crepaldi nach seinem Achillessehnenriss auf einem guten Weg. Der Toptorjäger der vergangenen SKV-Saison kann die Lauf- und Passeinheiten schon wieder absolvieren, Kramer lässt ihn vorsichtshalber aber noch drei Wochen keine Zweikämpfe absolvieren. Dann soll eine weitere Untersuchung Aufschluss über eine vollständige Rückkehr ins Mannschaftstraining geben.

Joshua Schneider wird nach seiner Schulterverletzung wieder alle Einheiten absolvieren können. „Dieser für unsere Verhältnisse große Umbruch tut uns gut. Wir sind jetzt reifer geworden und haben dazugelernt, nach oben ist noch Potenzial da. Jetzt gilt es, ruhiger und konstanter zu werden und uns das Leben durch Fehler nicht wieder selbst schwer zu machen“, fordert Kramer. Setzt seine Mannschaft diese Vorgaben um, stehen die Chancen auf das Ziel Klassenerhalt gut.




Unsere Empfehlung für Sie