Gehälter offengelegt SWR-Intendant Kai Gniffke verdient 343 000 Euro

Von epd 

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind ihrer Verpflichtung nachgekommen, die Bezüge der Intendanten offenzulegen. Die Spitzenverdiener sind Tom Buhrow, Ulrich Wilhelm und Thomas Bellut.

Kai Gniffke, der neue Intendant des SWR Foto: dpa/Christoph Schmidt
Kai Gniffke, der neue Intendant des SWR Foto: dpa/Christoph Schmidt

Frankfurt - Der WDR-Intendant Tom Buhrow ist nach wie vor der ARD-Intendant mit den höchsten Bezügen in Deutschland. Wie aus Zahlen hervorgeht, die die ARD im Internet veröffentlichte, erhielt Buhrow 2016 371 700 Euro Grundvergütung, im vergangenen Jahr 395 000 Euro. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind verpflichtet, die Bezüge der Intendanten offenzulegen.

An zweiter Stelle liegt der BR-Intendant Ulrich Wilhelm, dessen Bezüge von 367 000 Euro im Jahr 2016 auf 388 000 Euro stiegen. Der damalige NDR-Intendant Lutz Marmor erhielt im vergangenen Jahr 365 000 Euro, das waren 17 000 Euro mehr als noch 2016. SWR-Intendant Kai Gniffke erhielt 343 000 Euro, sein Vorgänger Peter Boudgoust hatte 2016 noch 338 000 Euro erhalten.

HR-Intendant Manfred Krupp bezog 286 000 Euro, 11 000 Euro mehr als drei Jahre zuvor. MDR-Intendantin Karola Wille lag unverändert bei 275 000 Euro. RBB-Intendantin Patricia Schlesinger erhielt 261 000 Euro, 4000 Euro mehr als 2016. Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner erhielt 270 000 Euro, 13 000 Euro mehr als ihr Vorgänger Jan Metzger 2016. SR-Intendant Thomas Kleist bezog 245 000 Euro und damit 8 000 Euro mehr als drei Jahre zuvor.

ZDF-Intendant Thomas Bellut bezog nach Angaben des ZDF im Jahr 2018 einschließlich Sachbezügen knapp 369 000 Euro, das waren 47 000 Euro mehr als noch 2015.

Korrektur: Eine frühere Fassung dieses Artikels einer Nachrichtenagentur hatte noch angegeben, Tom Buhrows Bezüge seien im Jahr 2019 um 4000 Euro niedriger gewesen als im Jahr 2016. Diese Aussage beruhte auf einer Fehlinterpretation. Die offizielle Angabe für das Jahr 2016 enthielt auch Sachbezüge, also den „geldwerten Vorteil für den Dienstwagen“. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2019 nennt lediglich die Grundvergütung ohne Sachbezüge. So scheint Buhrows Sendersalär auf den ersten Blick leicht gesunken zu sein. Tatsächlich ist die Grundvergütung des WDR-Intendanten und derzeitigen ARD-Vorsitzenden aber von 2016 auf 2019 um 23 300 Euro gestiegen. Auf diesen Fehler in der Berichterstattung und auf die Falle, die dazu geführt hat, hat dankenswerterweise Jakob Buhre von planet-interview.de aufmerksam gemacht.




Unsere Empfehlung für Sie