Geheimnisvolles Stuttgart Ein bisschen „Herr der Ringe“ auf der Gänsheide

„Was guckst du?!“ Gute Laune sieht  anders aus. Foto: Thomas Schwarz 7 Bilder
„Was guckst du?!“ Gute Laune sieht anders aus. Foto: Thomas Schwarz

Eine Begegnung der besonderen Art wartet auf jene, welche die Sünderstaffel hinaufgehen. Ein grimmiger Bursche starrt einen dort an.

Rems-Murr: Thomas Schwarz (hsw)
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Der englische Sprachwissenschaftler und Schriftsteller J. R. R. Tolkien war nicht nur von alten Sprachen fasziniert, sondern auch von Pferden und Bäumen. Beiden hat er in seinem Epos „Der Herr der Ringe“ Denkmäler errichtet. Den Bäumen in Gestalt der Ent, riesigen Wesen, die Bäumen ähneln und aufgrund ihrer Behäbigkeit Gefahr laufen „baumig“ zu werden: Sie erstarren völlig. Baumhirten oder Schäfer des Waldes werden die Ent in Tolkiens Mittelerde genannt. Doch sie gibt es nicht nur in seiner Fantasiewelt. Wer die Augen offen hält, entdeckt den einen oder anderen baumig gewordenen Ent – auch in Stuttgart.

Ein klarer Fall von „Baumigkeit“

Wer die Sünderstaffel von der Alexanderstraße in Richtung Gänsheide zur Stafflenbergstraße hinaufsteigt, erreicht kurz unterhalb der Kirche St. Konrad einen parkartigen Bereich. Beherrscht wird dieser an seinem oberen Ende von einer imposanten Blutbuche. Diese Bäume können bis zu 40 Meter hoch und sehr alt werden, 200-Jährige Blutbuchen gibt es häufig. Doch die Buch an der Sünderstaffel ist besonders. Sie steht sicher schon eine Weile hier, die roten Blätter sind ein echter Blickfang. Der Stamm des mächtigen Baumes fesselt ebenfalls. Und dann, bei genauerem Hinschauen, schaut man ihm direkt in ein Gesicht!

Ein Ast bildet die Nase, darüber zwei zornig blickende Augen und darunter ein missmutiger, nach unten gezogener Mund. Irgendwas scheint dem Burschen ziemlich die Laune verhagelt zu haben. Doch dieser „Ent“ regt sich glücklicherweise nicht. Klarer Fall: er ist baumig geworden!




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