Geplanter IC-Halt in Ludwigsburg Bessere Anbindung an den Fernverkehr geplant

Von fme 

Die Bahn baut den Fernverkehr aus – davon profitiert zukünftig auch die Barockstadt. Intercity-Züge sollen in Ludwigsburg halten. Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch ein Weilchen: Im Dezember 2028 sollen die ICs Station machen.

Die Stadt wird Halt für Intercitys – allerdings erst 2028. Foto: dapd
Die Stadt wird Halt für Intercitys – allerdings erst 2028. Foto: dapd

Ludwigsburg - Von Ludwigsburg direkt nach Oberfranken: diese Verbindung möchte die Deutsche Bahn in Zukunft anbieten. Allerdings in einer noch recht fernen Zukunft: von Dezember 2028 an sollen in der Barockstadt im Zwei-Stunden-Takt Intercity-Züge halten, die zwischen Tübingen und Bamberg verkehren. Ludwigsburg ist damit eine von 16 Städten in Baden-Württemberg, die besser an den Fernverkehr angebunden werden sollen.

Vorarbeiten am Bahnhof nötig

Die Stadt sieht den geplanten IC-Halt positiv, wie Arne Wintermeier, der Leiter der Projektentwicklung Bahnhof, auf Nachfrage mitteilte. Man wolle die Rolle des Bahnhofs als wichtiger regionaler Knotenpunkt weiter ausbauen. Bis es 2028 so weit sei, müsse die Bahn allerdings noch einiges erledigen. Dies betreffe etwa die Fußgängerunterführung, die derzeit sechs Meter breit sei. „Das genügt heute gerade so den Ansprüchen“, erklärt Wintermeier. „Wenn zwei Züge gleichzeitig ankommen, wird es dort schon eng.“ Wenn dann noch Fernreisende hinzukämen, sei die Unterführung nicht breit genug. Ein weiterer offener Punkt sei der barrierefreie Zugang zu den Zügen, der vor allem an den Gleisen zwei und drei aktuell schwierig bis unmöglich ist. Dort halten momentan fast nur S-Bahnen, ab und an jedoch auch Züge des Regionalverkehrs. „S-Bahnen und Regionalzüge haben aber eine unterschiedliche Einstiegshöhe“, sagt Wintermeier. Der Einstieg der S-Bahnen liege etwa 30 Zentimeter höher als der Bahnsteig. Um den barrierefreien Zugang zu den S-Bahnen zu gewährleisten, müsse man den Bahnsteig entsprechend anheben. Das wiederum sei ein Problem für die Regionalbahnen, deren Einstieg bereits jetzt etwas unter der Bahnsteigebene liege. Die Planungen stocken derzeit. Um beiden Zügen gerecht zu werden, müsste man das Konzept des sogenannten Mischverkehrs aus S-Bahnen und Regionalzügen komplett überdenken.

Hanse-Express in Bietigheim

Auch Bietigheim soll künftig besser ins Bahnnetz eingebunden sein – und das deutlich früher als Ludwigsburg. Die Stadt ist als Halt des Hanse-Ex presses zwischen Stuttgart und Hamburg vorgesehen. Sofort ist allerdings auch dies nicht möglich – denn nachdem die Linie ihren Betrieb ursprünglich am 2. April aufnehmen sollte, wird nun der 13. Dezember als frühester Starttermin genannt.




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