Gerlinde Kretschmann an Krebs erkrankt Özdemir: Kretschmann-Entscheidung kein Anlass für politische Debatten

Die Entscheidung von  Winfried Kretschmann wegen der Krebserkrankung seiner Frau im Wahlkampf kürzer zu treten, ist für Cem Özdemir   kein Anlass für politische Debatten. (Archivbild) Foto: dpa/Christophe Gateau
Die Entscheidung von Winfried Kretschmann wegen der Krebserkrankung seiner Frau im Wahlkampf kürzer zu treten, ist für Cem Özdemir kein Anlass für politische Debatten. (Archivbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Nachdem Winfried Kretschmann mitgeteilt hat, dass er sich wegen einer Krebserkrankung seiner Frau teilweise aus dem laufenden Landtagswahlkampf zurückzieht, hat der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir sich gegen Spekulationen um die Zukunft des Ministerpräsidenten gewendet.

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Berlin - Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir wendet sich gegen Spekulationen um die Zukunft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. „Er tritt für die volle Amtszeit an“, sagte Özdemir der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Dass er sich in dieser schwierigen Situation um seine Familie kümmert, sollte kein Anlass für politische Debatten sein. So viel Menschlichkeit sollten wir uns bewahren.“

Am Freitag hatte Kretschmann (Grüne) mitgeteilt, dass er wegen der Brustkrebserkrankung seiner Frau Termine, die das Regierungsgeschäft nicht betreffen, nicht immer wird wahrnehmen können. Dazu zählten auch Termine im anstehenden Wahlkampf. Der 72 Jahre alte Grünen-Politiker bleibe aber Spitzenkandidat seiner Partei für die Wahl am 14. März, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Freitag. Auch seine Regierungsgeschäfte werde er weiterführen.

Kretschmanns Alter für Özdemir nachrangig

Kretschmanns Alter sei nachrangig, sagte Özdemir. „Ich war schon oft mit ihm wandern. Der neue US-Präsident Joe Biden ist jetzt schon älter als Winfried es am Ende einer weiteren Amtszeit wäre.“

Zu seinen eigenen politischen Plänen sagte der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete, er wolle bei den nächsten Bundestagswahlen im September ein Direktmandat holen. „Bei den letzten Bundestagswahlen wurde ich immer knapp von meinem CDU-Konkurrenten geschlagen. Das hat mich sehr geärgert.“ Die baden-württembergischen Grünen sollten nach der Wahl stark in Berlin vertreten sein.

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