German Open Championships Liederhalle wird zum Tanzmekka

Im Vorjahr ganz oben auf dem Treppchen: Annette Sudol und Simone Segatori Foto: Baumann
Im Vorjahr ganz oben auf dem Treppchen: Annette Sudol und Simone Segatori Foto: Baumann

Die German Open Championships im Tanzen haben schon Tradition in Stuttgart. Von Dienstag bis Samstag gehen wieder mehr als 4500 Paare aus 57 Nationen an den Start.

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Stuttgart - Wo man im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle auch hinschaut – es funkelt und glitzert wieder einmal überall. Denn bei den an diesem Dienstag beginnenden German Open Championships (GOC) präsentieren sich die besten Tänzer aus 57 Nationen nun schon zum zwölften Mal nacheinander auf dem größten Tanzturnier der Welt in Stuttgart. Ganz gleich ob Amateure oder Profis, Kinder oder Senioren, Standard oder Latein, Boogie Woogie oder Rollstuhltanz – für jeden Tanzliebhaber dürfte beim GOC etwas dabei sein. Mehr als 4500 Paare nehmen an den fünf Veranstaltungstagen in insgesamt 41 Einzel-Turnieren teil.

Dass das traditionelle Tanzturnier sich einer weiterhin großen Beliebtheit erfreut und so auch in seiner Bedeutung steigt, lässt sich nicht nur daran erkennen, dass der Kartenvorverkauf so gut wie noch nie gelaufen ist, sondern auch daran, dass die Stadt Stuttgart das Event mit einem Festbetragszuschuss von 95 000 Euro unterstützt. Wer noch dabei sein will, sollte sich sputen. Denn neben den Parkettplätzen sind auch alle weiteren Sitzplätze für die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag im Beethovensaal ausverkauft.

„Der Vorverkauf lief so gut wie noch nie“, sagt die Pressesprecherin Petra Dres. „Er hat in diesem Jahr auch so früh wie noch nie begonnen.“ Zwar sind Stehplatzkarten für die Wochenendtage noch zu haben, hier gilt aber: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aufgrund der begrenzten Kapazität kann ein Einlass nicht zwangsläufig garantiert werden. Ein frühes Kommen lohnt sich deshalb. Warum die Karten in diesem Jahr noch begehrter sind, können sich die Veranstalter selbst nicht erklären. „Einerseits ist es natürlich toll, dass wir ausverkauft sind, andererseits aber auch schade, da wir gerne mehr Menschen ermöglicht hätten, dabei zu sein“, sagt Dres.

Mehrfache Welt- und Europameister auf dem Parkett

Wer sich für Boogie Woogie interessiert, kann sich auf das Wochenende freuen. Denn am Freitag und Samstag werden hier insgesamt drei Weltmeistertitel vergeben. Der sportliche Höhepunkt dürften bei den Amateuren im Standard und Latein die Grand-Slam-Turniere sein. Die GOC sind nach Helsinki, Wuhan und Hongkong die vierte Station der weltweit fünf Austragungsorte, die die bedeutendste internationale Turnierserie der World Dance Sport Federation (WDSF) darstellt. Im Dezember treffen sich die Tänzer dann ein letztes Mal zum Finale im chinesischen Shanghai.

Im Standard mit dabei sind Simone Segatori und Annette Sudol vom TSC Astoria Stuttgart. Sie wurden von 2011 bis 2013 dreimal Weltmeister der Amateure in der Standard Kür. 2014 ist es den amtierenden Deutschen Meistern dann gelungen, auch im regulären Standardtanz Weltmeister zu werden, 2015 folgte der Europameistertitel. Nach zuletzt drei dritten Plätzen bei den GOC (2010 bis 2012) und der Silbermedaille 2013 standen sie im vergangenen Jahr endlich einmal ganz oben auf dem Treppchen. Sudol/Segatori werden bei den GOC sowohl am Freitag bei der Standard Kür Show zu sehen sein als auch am Samstag beim Grand-Slam-Turnier.

Bei den Professionals dürfen sich die Zuschauer vor allem an den Lokalmatadoren Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler erfreuen (TSC Astoria Stuttgart). Die mehrfachen Welt- und Europameister sowie fünfmaligen GOC-Gewinner der Standard-Amateure sind bereits am Dienstag beim Professional World Super Grand Prix Standard zu sehen und werden von 23.05 Uhr an versuchen, ihren ersten GOC-Titel in der Professional Division zu ertanzen. Vor dem Latein World Super Grand Prix, der am Donnerstag stattfindet, sind die Stuttgarter Tänzer bei ihrer Kür-Show ebenfalls noch einmal kurz zu sehen.

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