Gewinner der Golden Globes Zengel geht leer aus, „Nomadland“ siegt doppelt

Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel hat in Berlin der Bekanntgabe der Preisträger der Golden Globe Awards 2021 entgegengefiebert. Foto: dpa//Magdalena Höfner 12 Bilder
Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel hat in Berlin der Bekanntgabe der Preisträger der Golden Globe Awards 2021 entgegengefiebert. Foto: dpa//Magdalena Höfner

Das Road-Movie „Nomadland“ wird bei den Golden Globes 2021 mit zwei Trophäen gekrönt, die deutschen Hoffnungen werden nicht erfüllt. Bei den Serien hat ein Streamingdienst klar die Nase vorn.

Beverly Hills/New York - Das Road-Movie „Nomadland“ der Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zumMontag bekannt. Zhao holte für den Film auch die Regie-Trophäe. Sie erzählt die Geschichte einer Sechzigjährigen, die sich nach dem Tod ihres Mannes mit prekären Jobs über Wasser hält und als moderne Nomadin im Wohnwagen durch die USA zieht.

Hat Helena Zengel eine Trophäe geholt?

In der Komödien-Sparte siegte die bissige Gesellschaftssatire „Borat Subsequent Moviefilm“ (dt.: Borat Anschluss Moviefilm) mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte „Beste Nebendarstellerin“ für den Western „Neues aus der Welt“ nominiert gewesen. Die Schülerin hatte die Preisvergabe in einer Live-Schalte aus Berlin mitverfolgt. Die Trophäe ging an Jodie Foster (58) für ihre Nebenrolle in dem Polit-Thriller „The Mauritanian“.

Wer sind die weiteren Gewinner?

Bester Schauspieler Filmdrama

- Chadwick Boseman („Ma Rainey’s Black Bottom“)

Beste Schauspielerin Filmdrama

- Andra Day („The United States vs. Billie Holiday“)

Bester Schauspieler Komödie/Musical

- Sacha Baron Cohen („Borat Subsequent Moviefilm“)

Beste Schauspielerin Komödie/Musical

- Rosamund Pike („I Care a Lot“)

Bester Nebendarsteller

- Daniel Kaluuya („Judas and the Black Messiah“)

Bester nicht-englischsprachiger Film

- „Minari“ (USA)

Wer räumt bei den Serien ab?

In den Serien- und Fernsehfilm-Kategorien war die britische Königshaus-Serie „The Crown“ mit vier Preisen der große Abräumer des Abends. Auszeichnungen gab es als beste Dramaserie, für Josh O’Connor als Prinz Charles in der besten männlichen Drama-TV-Rolle, für Emma Corrin als Prinzessin Diana in der gleichen weiblichen Kategorie und für Gillian Anderson, die Margaret Thatcher verkörperte und dafür den Globe für die beste TV-Nebenrolle gewann. Die Serie läuft beim Streaminganbieter Netflix, einem der großen Gewinner der Verleihung.

Hat die deutsche Serie „Unorthodox“ gepunktet?

Mit „Das Damengambit“ hat der Dienst auch die beste Miniserie des Jahres im Angebot. Anya Taylor-Joy gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie. In beiden Kategorien ging damit das von Maria Schrader als Regisseurin inszenierte deutsche Drama „Unorthodox“ mit Shira Haas in der Hauptrolle leer aus.

Wie lief die Gala ab?

Wegen der Corona-Pandemie lief die Gala diesmal weitgehend virtuell ab, die Nominierten wurden von Standorten in aller Welt zugeschaltet. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Zeremonie von getrennten Bühnen in Kalifornien und New York aus. Die Golden Globes wurden in Beverly Hills und New York zum 78. Mal vergeben.




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