Göppingen EWS-Arena bekommt bessere Technik

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Bisher ist die Halle ein Erfolgsmodell mit Akustikproblem. Jetzt gibt es Hoffnung auf eine Verbesserung.

In der EWS-Arena gibt es zwar viele Lautsprecher, doch die Akustik lässt trotzdem  zu wünschen übrig. Foto: Horst Rudel
In der EWS-Arena gibt es zwar viele Lautsprecher, doch die Akustik lässt trotzdem zu wünschen übrig. Foto: Horst Rudel

Göppingen - Die EWS-Arena ist den Göppingern lieb und vor allem teuer. Nun muss die Stadt erneut rund 370 000 Euro ausgeben, um die Technik auf Vordermann zu bringen. Trotz der Kosten steht der Gemeinderat voll hinter dem Projekt, denn die Halle ist mit Veranstaltungen und Schulsport gut ausgelastet und gilt trotz der Kosten als Erfolgsprojekt – oder, wie es der Oberbürgermeister Guido Till formulierte: „Die Halle steht besser da als viele andere im Land.“

Geplant ist, die Spielfeldbeleuchtung energetisch zu sanieren und auf LED umzurüsten, außerdem soll eine Traversenkonstruktion künftig eine bessere Technik für Veranstaltungen ermöglichen. Vor allem soll aber das leidige Akustikproblem der Halle gelöst werden. Bisher gibt es bei Veranstaltungen das Problem, dass der Ton in manchen Teilen der Halle zu laut, in anderen zu leise ist und Durchsagen zudem schlecht verständlich sind. Bereits vor einigen Jahren wurde versucht, das Problem in den Griff zu bekommen – ohne durchschlagenden Erfolg.

Akustikbüro rechnet aus, ob sich Änderungen lohnen

Nun gebe es aber bessere Aussichten, berichtete Mario Kreh, der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, jüngst dem Gemeinderat. Man habe sich mit zahlreichen Technikfirmen ausgetauscht und wolle nun zwei Erfolg versprechende Ansätze weiterverfolgen: Zum einen könnte eine neue Hängung der Lautsprecher zu einer gleichmäßigeren Beschallung führen. Bisher gebe es zwar viele Lautsprecher, doch sie seien nicht optimal verteilt. Außerdem könnten Vorhänge vor der Dachverglasung helfen, den Schall besser zu verteilen.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen liegen einer Schätzung zufolge zwischen 100 000 und 140 000 Euro. Um sicher zu gehen, dass die Ausgabe dieses Mal auch tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt, will Kreh allerdings zuerst ein Akustikbüro für 15 000 Euro mit Messungen und Simulationsberechnungen beauftragen. Dabei geht es darum, wie sich der Schall in der Halle verteilt und wann es wo bei welcher Lautstärke hallt. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll ein Plan ausgearbeitet werden, der dann erneut dem Gemeinderat vorgelegt wird.

Wlan und neue Räume in der Halle?

Sicher ist bereits, dass die Spielfeldbeleuchtung der Halle für 303 000 Euro auf LED umgestellt wird. Die Kosten sollen sich nach etwas mehr als 13 Jahren durch Einsparungen bei der Wartung und einen geringeren Stromverbrauch amortisieren. Die Stadt hofft zudem auf einen Zuschuss von 25 Prozent der Kosten aus einem Klimaschutzprogramm.

Für 56 000 Euro wird in der Halle auch eine Traversenkonstruktion installiert, an der Veranstalter künftig ihre Lautsprecher, Beleuchtung und andere Technik anbringen können. Weil es bisher zu wenig Möglichkeiten gab, diese am Dach der Halle aufzuhängen, musste bei Bühnenveranstaltungen immer wieder eine Gerüstkonstruktion errichtet werden, für die jeweils rund 4000 Euro Kosten anfielen.

Die Stadtverwaltung will außerdem bis zum Herbst prüfen, ob die Halle ein eigenes Wlan-Netz bekommen könnte und sie will untersuchen, wie es um eine Erweiterung der Halle für den Schul- und Vereinssport bestellt ist. Auch dieses Thema ist bereits mehrfach diskutiert worden.




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