Gesundheits-Trend Goldene Milch – Rezept und Wirkung

Von Katrin Klingschat  

Auf Social Media sieht man sie derzeit überall, doch wie gesund ist Goldene Milch wirklich? Wir nehmen Wirkung und Nebenwirkungen des Kurkuma Latte unter die Lupe. Alle Infos zum Trendgetränk finden Sie hier.

Goldene Milch: Gesunder Trend Foto: Viktoria Hodos/Shutterstock
Goldene Milch: Gesunder Trend Foto: Viktoria Hodos/Shutterstock

Wie gesund ist Goldene Milch? Wirkung im Überblick

Die Goldene Milch stammt aus der Ayurveda, also aus der traditionellen indischen Heilkunst, die in Indien und anderen asiatischen Ländern weit verbreitet ist und dort teilweise als Alternative zur Schulmedizin akzeptiert wird.

Hauptzutat der Goldenen Milch ist Kurkuma, weswegen das Getränk auch als „Kurkuma Latte“ bekannt ist. Kurkuma ist eine Pflanzenart innerhalb der Ingwergewächse und wird häufig zum Kochen verwendet, zum Beispiel in Currys und anderen asiatischen Gerichten. Doch Kurkuma schmeckt nicht nur gut und hat eine intensive, gelbe Farbe – es soll auch richtig gesund sein.

Tatsächlich gibt es schon diverse Studien zur Wirksamkeit von Kurkuma. Forscher der Central Michigan University fanden in einer Studie Hinweise darauf, dass Kurkuma bei folgenden Krankheiten und Beschwerden helfen könnte:

  • Entzündungen
  • Gefäßerkrankungen
  • Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Diabetes
  • Arthritis
  • Angstzuständen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Muskelkater

Ergänzend dazu heißt es in einer Forschung der Universität Freiburg, dass Kurkuma bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Reizdarm-Syndrom, Gallenblasendysfunktion, Alzheimer-Demenz, Magen-Darm-Geschwüren sowie verschiedenen Krebserkrankungen einen positiven Beitrag leisten kann.

Bereits eine niedrige Dosierung könnte auch das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand von Menschen steigern, die keine akuten Beschwerden haben.

Beide Studien weisen darauf hin, dass Kurkumin deutlich besser wirkt, wenn es in Kombination mit Piperin eingenommen wird. Piperin kommt in schwarzem Pfeffer vor und ist Träger des scharfen Pfeffergeschmacks.

Dennoch betont das National Center for Complementary and Integrative Health aus den USA, dass es trotz zahlreicher Studien noch nicht klar ist, welche gesundheitlichen Effekte Kurkuma tatsächlich hat. Kurkuma ist schwierig zu untersuchen, da es instabil ist und nur wenig davon tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt, wenn es oral eingenommen wird.

Wichtig: Kurkuma ist kein Medikament. Es kann zwar bei verschiedenen Beschwerden eine lindernde Wirkung haben, sollte aber niemals als alleiniges Mittel gegen Krankheiten zum Einsatz kommen. Suchen Sie im Krankheitsfall einen Arzt auf.

Gefährlich ist Kurkuma aber nicht, wenn es in den empfohlenen Mengen eingenommen wird. Jeden Tag ein Glas der Goldenen Milch stellt also kein Risiko dar. Wie gesund die Goldene Milch wirklich ist, kann derzeit nicht beantwortet werden. Doch die Studien deuten darauf hin, dass das Trend-Getränk durchaus positive Effekte auf den Körper haben kann.

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Goldene Milch: Rezept

Achten Sie bei der Zubereitung der Goldenen Milch darauf, dass Sie frische Zutaten, möglichst in Bio-Qualität und ohne Zusatzstoffe, verwenden. So können Sie sichergehen, dass alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind.

Traditionell wird für die Goldene Milch zunächst eine Kurkuma-Paste zubereitet, die dann mit Pflanzenmilch vermischt wird.

Zutaten für die Goldene Milch:

  • 1 EL Kurkuma-Pulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise gemahlener Kardamom
  • 1 Prise Muskat
  • 1 TL Kokosöl
  • 10 g Ingwer
  • 120 ml kaltes Wasser
  • 300 ml Pflanzenmilch (z.B. Mandelmilch)
  • Ggf. etwas Agavendicksaft

So bereiten Sie die Goldene Milch mit Kurkuma-Paste zu:

  • Mischen Sie alle trockenen Gewürze in einer kleinen Schale.
  • Geben Sie das Kokosöl in einen kleinen Topf und erhitzen Sie es leicht. Kokosöl schmilzt relativ schnell.
  • Geben Sie den geriebenen Ingwer hinzu und schwitzen Sie diesen kurz im Öl an.
  • Fügen Sie dann die Gewürze und das Wasser hinzu und rühren Sie alles gut um.
  • Lassen Sie die Mischung einige Minuten lang bei geringer Hitze einkochen, bis eine dickflüssige Paste entsteht.
  • Geben Sie dann die Pflanzenmilch hinzu und verrühren Sie alles gründlich mit einem Schneebesen.
  • Wer mag, kann die Goldene Milch zum Schluss noch etwas mit Agavendicksaft süßen – fertig!

Tipp: Für viele ist der Geschmack der Goldenen Milch zunächst ungewohnt und gewöhnungsbedürftig. Sie können auch einen Teil der Paste aus dem Topf nehmen und luftdicht verschlossen im Kühlschrank lagern. Die Pflanzenmilch gießen Sie dann auf die übrige Kurkuma-Paste, sodass der Drink nicht ganz so intensiv schmeckt.

Alternativ können Sie auch eine größere Menge der Kurkuma-Paste vorbereiten und jeden Tag nach Geschmack ein oder mehrere Teelöffel in Ihr Getränk rühren. Gut verschlossen und mit etwas Pflanzenöl bedeckt hält sich die Kurkuma-Paste im Kühlschrank mehrere Wochen.

Mögliche Nebenwirkungen der Goldenen Milch

Bei einer ausgewogenen Ernährung und einem Glas Goldener Milch pro Tag sind normalerweise keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Achtung: Schwangere sollten die Goldene Milch vorsichtshalber nicht trinken. Hohe Dosen Kurkuma können in der Schwangerschaft zu Blutungen und Krämpfen der Gebärmutter führen. Zwar ist die Dosierung in der Goldenen Milch verhältnismäßig gering, Sie sollten jedoch kein unnötiges Risiko eingehen.

Manche Menschen reagieren zudem empfindlich oder gar allergisch auf Kurkuma. Die Goldene Milch kann dann zu Durchfall, Übelkeit oder Bauchschmerzen führen.

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