Grenzkontrollen wegen Corona-Pandemie Reisende ohne triftigen Grund werden abgewiesen

Von red/dpa 

Wer keinen wichtigen Grund hat, in die Schweiz oder nach Frankreich zu reisen, soll das bleiben lassen. Auch nach Deutschland dürfen Autofahrer aus den beiden Ländern nicht mehr ohne triftigen Grund einreisen. Seit dem Morgen wird an den Grenzen kontrolliert.

Reisende ohne triftigen Grund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen . Foto: dpa/Patrick Seeger
Reisende ohne triftigen Grund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen . Foto: dpa/Patrick Seeger

Weil am Rhein/Konstanz - Wegen der Coronavirus-Pandemie wird wie geplant seit Montagmorgen an den deutschen Grenzen zu Frankreich und der Schweiz kontrolliert. Reisende ohne triftigen Grund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen - damit soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert werden. Der Warenverkehr soll aufrecht erhalten werden und auch Berufspendler sollen passieren können, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Stuttgart sagte.

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Am Grenzübergang im südbadischen Weil am Rhein kamen aus Richtung Schweiz am Morgen kaum Autos. Die Beamten trugen zunächst keine Schutzausrüstung oder Atemmasken. Die an Baden-Württemberg grenzende französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) gilt als Risikogebiet.

Ein Sprecher der Bundespolizei in Konstanz sagte, Reisen aus einem nicht triftigen Anlass würden unterbunden. Neben dem Grenzübergang Konstanz Autobahn seien weitere Übergänge besetzt worden - darunter der Flughafen und die Fähre in Friedrichshafen. Es sei auch nicht auszuschließen, dass kleine Grenzübergänge geschlossen werden. „Bitte verzichten Sie auf Reisen ohne triftigen Grund“, sagte der Sprecher. Berufspendler sollten den Bedarf im Rahmen ihrer Möglichkeiten nachweisen.

Im Südwesten gelten bereits drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Von Dienstag an schließen landesweit alle Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien. Fast alle Veranstaltungen wurden abgesagt, Museen und viele Clubs und Bars sind dicht. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg 977 Infektionen bestätigt worden. Drei Menschen sind bisher nach einer Infektion gestorben.

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