Die meisten Kinder aus der Südstadt gehen auch weiterhin auf die Sophie-Scholl-Schule. Die Verwaltung reagiert damit auf Bedenken einiger Eltern.

Ludwigsburg - Die Stadt Ludwigsburg reagiert auf Sorgen von Eltern und hat den Zuschnitt der Grundschulbezirke noch einmal überarbeitet. Vorerst bleibt vieles beim Alten, die Änderungen sind marginal. Eltern aus der Südstadt hatten große Bedenken geäußert, nachdem sich angedeutet hatte, dass ihre Kinder womöglich in die neue Fuchshofschule gehen sollen. Das hätte gerade für Erstklässler weite Wege, teils über mehrere Hauptstraßen, bedeutet. Die Grünen unterstützten das Anliegen und stellten einen entsprechenden Antrag.

Die Sorgen der Eltern sind nun erst einmal hinfällig. Ein Großteil der Grundschüler aus der Südstadt soll – wie bislang auch – die Sophie-Scholl-Schule besuchen. Lediglich ein kleiner Teil östlich der Stuttgarter Straße wird künftig der Oststadtschule zugeordnet. Der Schulweg wird für diese Schüler sogar ein Stück weit ungefährlicher, da sie die B 27 nicht mehr queren müssen. „Die Schülerzahl dieses kleinen Stadtviertels kann von der Oststadtschule übernommen werden“, heißt es in der Vorlage, die in der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales abgesegnet wurde. Arg viel mehr Kapazität gibt es dort aber nicht. Die Neuordnung der Bezirke ab dem Schuljahr 2022/23 war nämlich überhaupt erst nötig geworden, weil eine geplante Erweiterung der Oststadtschule aus finanziellen Gründen um mehrere Jahre verschoben worden war.

„In diesem Punkt haben wir offensichtlich falsch entschieden“, sagte Elfriede Steinwand-Hebenstreit (Grüne). Sie schlug Außenstandorte für die Schulen – zum Beispiel auf dem alten Wüstenrot-Gelände – vor. Claus-Dieter Meyer (CDU) sprach von einem „vernünftigen Zwischenschritt“, Gabriele Moersch (Freie Wähler) fand es gut, dass die Verwaltung auf die Bedenken der Eltern reagiert habe. Die Verantwortlichen prüfen nun, wie das Einzugsgebiet der Sophie-Scholl-Schule verkleinert werden kann.