Hamburger Fischmarkt in Stuttgart Stuttgarter stehen auf Fisch

Von Georg Linsenmann 

Die Veranstalter des 32. Stuttgarter Fischmarkt sprechen zum Abschluss über besten Verkauf seit Bestehen. Zwei Faktoren machen sie für den Ansturm auf Krabbenbrötchen und Co. verantwortlich.

Andrang auf die Fischbrötchen Foto: Fotoagentur-Stuttgart 16 Bilder
Andrang auf die Fischbrötchen Foto: Fotoagentur-Stuttgart

Stuttgart - Dass „Fisch und Flosse im Schwabenland einmal so einschlagen werden“, davon hatten die Hanseaten Anne-Kathrin Rehberg und Klaus Moritz, Cheforganisatoren des Stuttgarter Fischmarktes, lange nicht zu träumen gewagt. Zum Abschluss der 32. Auflage schwelgten nun beide in Superlativen: „Ich hatte nicht gedacht, dass nach dem starken Vorjahr noch eine Steigerung möglich wäre. Tatsächlich hatten wir den besten Verkauf seit Jahrzehnten“, resümierte Rehberg. Vorsichtig schätzt sie die Zahl der Besucher auf „annähernd 300 000“.

Fast immer „See-Wetter“

Zur neuerlichen Steigerung von Zuspruch und Umsatz hätten nicht zuletzt zwei Faktoren beigetragen: „Der Krabbenpreis ist nach unten gegangen. Das hat einen enormen Run auf Nordsee-Krabben und dann auch auf anderen Fisch ausgelöst hat. Als Zweites natürlich das gute Wetter.“ Nur zur Eröffnung hatte es geregnet, dann aber habe „See-Wetter“ geherrscht, wie das Moritz nennt: „Knapp über 20 Grad, und immer eine leichte Brise. Und das elf Tage lang!“ In der Folge sei schon zur Mittagszeit der Platz voll gewesen wie lange nicht.

Stuttgarter gleich Fisch-Fachpublikum

Gelegentlich sei sogar „die Krabbe knapp geworden“, wie am Sonntag der Hering, der schon bald nach Mittag nicht mehr zu haben war. Auch daraus bastelt Moritz ein Lob für die Stuttgarter: „Die merken inzwischen, wenn ein Fisch besonders gut ist. Und Hering ist sehr gut und fett dieses Jahr, wegen der frühen Wärme“. So bringt das Urgestein des Marktes die Entwicklung auf den Punkt: „Stuttgart hat sich vom Fisch-Entwicklungsland zum Fisch-Fachpublikum gemausert.“ Wobei er betont: „Hier trifft sich die ganze Bevölkerung und sitzt zusammen“, weshalb die „Labkaus-Anne“, wie sie von Stammbesuchern genannt wird, auch glaubt, „dass der Fisch bald Einzug halten wird ins Wappen der Stadt“.

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