Handball: SV Fellbach Klasse Gegenwehr – bis zum 10:10

Maximilian Pfeil vom SV Fellbach erzielt fünf Tore gegen (zu) starke Gäste Foto: Nicklas Santelli
Maximilian Pfeil vom SV Fellbach erzielt fünf Tore gegen (zu) starke Gäste Foto: Nicklas Santelli

Die Handballer des SV Fellbach beginnen zwar aggressiv und aufmerksam, die HSG Konstanz II setzt sich aber doch ab und am Ende in der Baden-Württemberg-Oberliga mit 32:27 durch.

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Fellbach - Die Luft war raus. Der Co-Trainer Thilo Burkert schlug die Hände vor das Gesicht, die Spieler um ihn herum saßen platt auf der Bank und blickten ins Leere. Schon lange vor Spielende war den Handballern des SV Fellbach und allen Beteiligten klar, dass für sie an diesem Samstagabend in der Zeppelinhalle gegen einen starken Gegner nichts zu holen war. Die Fellbacher waren zwar teilweise wieder dran an den Gästen gewesen und drin im Spiel, unterlagen der Zweitvertretung der HSG Konstanz in der Baden-Württemberg-Oberliga am Ende aber aber doch recht deutlich mit 27:32 (11:15).

Lars Michelberger trifft auch aus zwölf Metern

Nicht ohne Grund hatte der Fellbacher Spielertrainer Andreas Blodig die Gäste vor der Saison als Meisterschaftsfavoriten der Baden-Württemberg-Oberliga eingeschätzt. Klassespieler wie Gianluca Herbel, der an diesem Abend mit neun Toren erfolgreichster Schütze war, oder Lars Michelberger (sieben Tore) bestanden auf klare Verhältnisse. „Wenn einer aus dem Rückraum noch Tore aus zwölf Metern erzielen kann, dann ist das einfach überragend für diese Liga“, sagte Andreas Blodig über Lars Michelberger.

Der SVF war letztmals in der achten Minute in Führung

Doch zu Beginn taten sich auch die Kon­stanzer schwer. Der SV Fellbach verteidigte aggressiv und aufmerksam, ließ wenig zu und hatte vor allem mit Constantin Schäfer (acht Tore) oft die passende Antwort im Gegenangriff parat. Zur Geschichte des Spiels gehört aber auch, dass die Fellbacher um Maximilian Pfeil (fünf Tore) in der 8. Minute letztmals in Führung waren, ehe Gianluca Herbel für die Konstanzer das 4:4 erzielte. Darauf folgte ein Schlagabtausch auf hohem Niveau, doch das Spiel entwickelte sich nach und nach in eine Richtung. „Bis zum 10:10 war ich sehr zufrieden, aber danach machen wir vorne nicht mehr die Bälle rein und bekommen hinten unglücklich die Tore“, sagte Andreas Blodig über die letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs, in denen dem SVF das Spiel etwas entglitt.

Der Gäste-Torhüter läuft nach der Pause zur Hochform auf

In der zweiten Hälfte des Spiels rappelte sich der SV Fellbach wieder auf, Maximilian Pfeil brachte den Gastgeber in der 41. Minute auf 17:19 heran. Aber auch nach dem Seitenwechsel hatten die Fellbacher in der Offensive ihre Probleme, was nicht zuletzt an Sven Gemeinhardt lag, der zwischen den Pfosten der Gäste zur Hochform auflief. Nach Lars Michelbergers Treffer zum 26:19 in der 46. Minute war nichts mehr drin für den SVF.

Am Ende geknickt, aber eigentlich auch zufrieden

Das Spiel war entschieden, Niedergeschlagenheit machte sich breit aufseiten der Gastgeber. „Wir müssen das Positive daraus ziehen. Wir haben gegen ein Spitzenteam das Spiel wieder eng gestaltet. Wir können eigentlich zufrieden sein, auch wenn wir erst einmal geknickt sind“, sagte Andreas Blodig. SV Fellbach: Gantner, Siemer – Constantin Schäfer (8/1), Pfeil (5), Moritz Schäfer (3), Freudenreich (2), Müller (2), Sawada (2), Wente (2), Blodig (1), Brunner (1), Schuhbauer (1), Kapp, Klett.




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