Die Handballer des SV Fellbach setzen sich am Samstagabend in der Württemberg-Liga gegen die Gäste der HSG Langenau/Elchingen mit 32:28 durch. Der Fellbacher Spielertrainer Andreas Blodig erzielt 13 Tore.

Wenn Andreas Blodig nach einem Zusammenstoß am Boden liegen bleibt und sein Gesicht vor Schmerzen verzerrt, ist das für die Handballer des SV Fellbach ein Alarmzeichen. Wie wichtig ihr Spielertrainer für das Teamgefüge ist, hat er einmal mehr am Samstagabend bewiesen. Der 35-Jährige, der seine Spielerkarriere nach dieser Runde beenden möchte, führte die Gastgeber in der Württemberg-Liga mit seinen 13 Treffern zum 32:28-Sieg gegen die Gäste der HSG Langenau/Elchingen. Kurz vor der Pause war Andreas Blodig vom Feld gehumpelt und hatte zunächst ausgesetzt. Doch in der zweiten Spielhälfte, nachdem die Fellbacher Mannschaft von der 37. Spielminute an beim Stand von 25:17 gut zwölf Minuten ohne eigenen Treffer geblieben war, kehrte der Routinier zurück. Er traf umgehend zum 26:22 und wehrte mit seinen Mitspielern das finale Aufbäumen des Gegners ab. „Es ist klar, dass man eine ruhigere Hand hat, wenn man mit vier oder fünf Toren führt. Und da spielt selbstverständlich auch die Erfahrung mit“, sagte Andreas Blodig, der seinem Team auf dem Feld nachweislich zu mehr Sicherheit verhilft.

Nach der Pause flog der Ball zunächst nicht mehr ins gegnerische Tor

Die Gastgeber schienen kurz nach der Pause alles im Griff zu haben. Sie hatten sich einen Acht-Tore-Vorsprung erarbeitet. Sie erspielten sich auch weiterhin gute Tormöglichkeiten, doch der Ball flog nicht mehr ins gegnerische Gehäuse. Die Gäste um den Trainer Jörg Baresel, der bis zur Saison 2003/2004 das Trikot des SV Fellbach getragen hatte, witterten ihre Chance. Angeführt von Henrik Schenk kamen sie dem Ausgleich näher, doch sie schafften ihn nicht. Auch weil Andreas Blodig zurück im Spiel war: „Es war klar, dass der Gegner noch mal kommt, aber wir haben das letztlich gut abgewehrt.“

Nach Lage der Dinge werden die Fellbacher Handballer in dieser Woche noch den Sieg gegen den TV Neuhausen zugesprochen bekommen. Der Ligakonkurrent war vor neun Tagen zwar nach Fellbach gekommen, ist dann aber nicht angetreten, weil er keinen Tormann auftreiben konnte. SV Fellbach: Gantner, Siemer – Blodig (13/7), Sawada (5), Constantin Schäfer (5), Pfeil (3), Wente (3), Moritz Schäfer (2), Dierl (1), Freudenreich, Heß, Kapp, Müller, Schuhbauer.