InterviewHannes Jon Jonsson, SG BBM Bietigheim „Max Öhler kann es in die Nationalmannschaft schaffen“

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Die SG BBM Bietigheim peilt die Rückkehr in die Handball-Bundesliga an. Trainer Hannes Jon Jonsson äußert sich vor dem Zweitligastart über die Ziele, den Abgang von Mimi Kraus und ein Ausnahmetalent auf Rückraummitte.

Sieht sein Team unten den Top Vier der Zweiten Handball-Bundesliga: Hannes Jon Jonsson, Trainer der SG BBM Bietigheim. Foto: Baumann
Sieht sein Team unten den Top Vier der Zweiten Handball-Bundesliga: Hannes Jon Jonsson, Trainer der SG BBM Bietigheim. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen - Die SG BBM Bietigheim startet an diesem Samstag (19.30 Uhr/EgeTrans-Arena) gegen Bayer Dormagen in die neue Saison der Zweiten Handball-Bundesliga. Trainer Hannes Jon Jonsson sieht seine Mannschaft für das Aufstiegsrennen gut gerüstet.

Herr Jonsson, ist die SG BBM gewappnet für den Saisonstart?

Ich hoffe es, ja. Alle Mann sind an Bord. Wir freuen uns sehr, dass es nach der langen Vorbereitung endlich losgeht.

Mit der Last-Minute-Verpflichtung Juan de la Peña als Verstärkung.

Wir sind froh, dass wir diesen spielstarken Spielmacher zusätzlich zu Paco Barthe und Max Öhler holen konnten. Er ist ein wichtiges Puzzleteil für unser Gesamtbild. Er hat ein gutes Auge, gute Übersicht und spielt einen schnellen Ball.

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Und soll Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus ersetzen.

Das sind zwei grundverschiedene Spielertypen. Mimi machte unglaubliche Sachen und glänzte durch seine individuelle Klasse, Juan ist ein absoluter Mannschaftsspieler. Genau solch einen Spieler haben wir für unser Kollektiv gesucht.

Kraus hätte eine Art Stand-by-Status gehabt. Sind Sie froh, dass klare Verhältnisse geschaffen wurden?

Das macht meine Arbeit auf jeden Fall viel, viel einfacher.

Ist die SG BBM ein Aufstiegsfavorit?

Ich sehe uns in den Top Vier, zusammen mit dem VfL Gummersbach, dem ASV Hamm-Westfalen und dem TuS N-Lübbecke. Aber auch der HSV Hamburg, der HC Elbflorenz Dresden und die Rimpar Wölfen können oben mitspielen.

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Was spricht für Ihr Team?

Wir haben einen guten Kader, einen stabilen Verein hinter uns, und wir waren letztes Jahr schon gut dabei. In dieser Liga kann zwar jeder jeden schlagen. Wenn wir aber Stabilität reinbringen, Ruhe bewahren und uns Schritt für Schritt weiterentwickeln, dann haben wir gute Chancen.

Wie wichtig ist der Start gegen Bayer Dormagen?

Wir sind vergangenes Jahr mit einer 18:27-Heimklatsche gegen Hamm gestartet, wir standen unter Schock und konnten uns nur langsam davon erholen. Wir waren damals zu locker, hatten als Absteiger die zweite Liga unbewusst zu leicht genommen. Das wird uns nicht noch mal passieren. Wir haben sehr viel gelernt.

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Auch Ihr 19-jähriges Spielmacher-Talent Max Öhler? Kann er es sogar einmal in die Nationalmannschaft schaffen?

Max ist ein Riesentalent. Er hat Megapotenzial und, ja, er kann es ins Nationalteam schaffen. Denn er bringt alles mit, von einer überragenden Athletik bis hin zum Spielverständnis. Was er noch braucht, sind noch mehr Ruhe, Übersicht und Erfahrung. Er kann seine überragenden Trainingsleistungen noch nicht immer im Spiel umsetzen.

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