Burgerkette Hans im Glück Filialen werden verkauft – auch Stuttgart betroffen

Von Alexandra Leibfried 

Die Systemgastronomie-Kette soll in Kürze neue Eigentümer haben – auch die Stuttgarter Filialen sind betroffen.

Die Burgerkette Hans im Glück wird verkauft. Foto: dpa/Matthias Balk
Die Burgerkette Hans im Glück wird verkauft. Foto: dpa/Matthias Balk

Stuttgart - Burgerläden boomen. Oder nicht? Die Burgerkette Hans im Glück soll verkauft werden – und mit ihr die sechs Stuttgarter Filialen. Gründer Thomas Hirschberger, der ebenfalls die Gastro-Marke Sausalitos erfand, will künftig nur noch seine fünf Münchner Filialen sowie die vier Läden in Singapur behalten und weiterführen. Neue Eigentümer sollen der bisherige Minderheits-Eigner Gerd Bühler sowie die Gründer der Bäckereikette Backwerk werden. Die Gespräche laufen und wie Thomas Hirschberger gegenüber der Zeitschrift Foodservice bestätigte, soll der Verkauf in Kürze abgewickelt werden.

Berichte, nach denen dem Gründer nach Abwicklung des Verkaufs wohl kein sonderlich hoher Gewinn bleiben solle, werden von Hirschberger und auch Bühler dementiert: „Ich bin mit der Entwicklung des operativen Geschäftes sehr zufrieden und es sind alle Weichen gestellt, dass das Unternehmen nach einem mehrheitlichen Anteilseignerwechsel seine sehr erfolgreiche Expansion auf einer soliden Kapitalbasis im Rahmen eines Mehrjahresplanes fortsetzen kann“, betont Bühler.

Erfolgsstory „Hans im Glück“

Hinter der Systemgastronomie-Kette Hans im Glück steckt tatsächlich eine besondere Erfolgsstory. Vor knapp zehn Jahren rief Thomas Hirschberger damit ein völlig neues Burgererlebnis ins Leben – weg vom Schnellimbiss hin zur Gemütlichkeit im Birkenwäldchen. Dazu kamen höhere Qualitätsstandards als anderswo, extravagante Sorten und ein ansprechendes Ambiente - coole Sitzgruppen und urbaner Industrial Style. Damit konnte sich der erfahrene Münchner Gastronom von Bigplayern wie Mc Donalds und Burger King abgrenzen. Mittlerweile ist das Unternehmen über Franchise auf 82 Filialen angewachsen, in drei europäischen Ländern vertreten und sogar mit 4 Läden in Singapur durchgestartet. Zudem gibt es für 2019 ein Umsatzwachstum von 24 Prozent bekannt, brutto setzte Hans im Glück 147 Mio. Euro um. Auch sei ein durchaus positives operatives Ergebnis zu verzeichnen, wie es heißt – an dieser Stelle bleiben konkrete Zahlen allerdings aus.

Ob in den sechs Stuttgarter Burger-Filialen der Eigentümerwechsel spürbar wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls sind Hans im Glück und Backwerk in der Marienstraße bald mehr als nur gute Nachbarn. Und Hans im Glück buhlt an diesem Standort mit noch zwei weiteren Wettbewerbern - Burger Republic und Mc Donalds - um die Burger-Fans.