Harsche Kritik am BVB VfB-Profi Großkreutz greift seine alte Liebe an

Von Marco Seliger 

Kevin Großkreutz vom VfB Stuttgart attackiert seinen Ex-Club Borussia Dortmund. Hintergrund ist ein Wechsel eines ehemaligen Teamkollegen.

Mann der klaren Worte: VfB-Profi Kevin Großkreutz Foto: Baumann
Mann der klaren Worte: VfB-Profi Kevin Großkreutz Foto: Baumann

Stuttgart - Kevin Großkreutz ist eine ehrliche Haut. Regelmäßig zeigt der Profi des VfB Stuttgart klare Kante – so wie jetzt, da der Transfermarkt im Fußballgeschäft so überdreht ist wie noch nie und Unsummen an Millionen fließen. Stein des Anstoßes für Großkreutz ist der Wechsel seines ehemaligen Dortmunder Teamkollegen Jakub Blaszczykowski vom BVB zum Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Großkreutz spricht Tacheles – in Richtung seines Ex-Vereins, der so etwas wie seine große Liebe ist.

Das Dortmunder Südtribünenkind Großkreutz lässt den Wechsel von „Kuba“ Blaszczykowski nicht kalt. „Ich wünsche dir nur das Beste. Dankbarkeit gibt es nur noch von den Fans“, schrieb Großkreutz auf Instagram in Richtung seines ehemaligen Mitspielers – und prangerte das Verhalten von Borussia Dortmund an. „Läuft es mal nicht so, dann gibt dir keiner ne zweite Chance - so ist das leider heutzutage! Der Fußball ist einfach nicht mehr das, was er mal war. Heute sind die Summen einfach ekelhaft - es geht nur noch um Erfolg und Kommerz.“ Rumms, das saß!


Großkreutz sah wohl Parallelen zu seinem Abgang beim BVB vor einem Jahr. Blaszczykowski spielte bei Trainer Thomas Tuchel keine Rolle mehr und wurde nach einem Jahr Leihe beim AC Florenz für knapp vier Millionen Euro nach Wolfsburg verkauft – ähnlich war es ein Jahr zuvor bei Großkreutz, der nach einem schwierigen letzten Jahr unter dem damaligen Trainer Jürgen Klopp im Sommer 2015 unter dem neuen Coach Tuchel aufs Abstellgleis geriet. Er wechselte nach Istanbul, ging ein halbes Jahr später zurück nach Deutschland und stieg mit dem VfB Stuttgart in die zweite Liga ab.

Im Nachhinein übrigens ruderte Großkreutz, der zuletzt eine Verletzungspause einlegte, ein wenig zurück – er wollte seine Kritik nicht alleine auf den BVB verstanden wissen. „Könnt ihr mir bitte sagen, wo ich gegen den BVB nachtrete? Ich spreche alle Vereine an. Ich habe meine Meinung und die lasse ich mir nicht nehmen“, schrieb er auf Instagram: „Bin in Stuttgart überglücklich und vergesse trotzdem nie, was der BVB für mich getan hat und ich erlebt habe.“

 




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