Harvey Weinstein Filmmogul werden neue sexuelle Straftaten vorgeworfen

Harvey Weinstein streitet alle Vorwürfe ab. Foto: Pool New York Post/AP
Harvey Weinstein streitet alle Vorwürfe ab. Foto: Pool New York Post/AP

In einer Woche muss der frühere Filmmogul vor Gericht erscheinen. Die neuen Vorwürfe drehen sich um erzwungenen Oralsex. Wieder streitet Weinstein die Vorwürfe ab.

New York - Dem tief gefallenen Filmproduzenten Harvey Weinstein wird von der New Yorker Staatsanwaltschaft eine weitere sexuelle Straftat zur Last gelegt. Im Jahr 2006 soll er eine dritte Frau zu einer sexuellen Handlung gezwungen haben, wie am Montag aus einer aktualisierten Anklageschrift hervorging.

Er müsse sich deshalb wegen eines weiteren Falles einer kriminellen sexuellen Handlung sowie in zwei Punkten wegen räuberischen sexuellen Angriffs verantworten, gab der New Yorker Bezirksstaatsanwalt Cyrus R. Vance Jr. bekannt. Für Letzteres kann man zu einer maximal lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt werden.

Mehr als 75 Frauen werfen Weinstein sexulles Fehlverhalten vor

Weinstein wird demnach erzwungener Oralsex vorgeworfen, der sich um den 10. Juli 2006 ereignet haben soll. Eine Anhörung in dem Fall wurde für den kommenden Montag angesetzt.

Mehr als 75 Frauen werfen Weinstein sexulles Fehlverhalten vor. Darunter sind mehrere Schauspielerinnen und Models. Die Fälle haben die #MeToo-Bewegung entfacht. In dessen Zuge haben unzählige Frauen in aller Welt über sexuelles Fehlverhalten von teils prominenten Männern berichtet, das ihnen widerfahren ist. Weinstein streitet alle Anschuldigungen ab.

Auch die neuen Anschuldigungen ließ Weinstein am Montag dementieren. Der Ex-Filmmogul gehe davon aus, „vollständig rehabilitiert“ zu werden, erklärte sein Anwalt Ben Brafman. Jegliche Handlung sei einvernehmlich gewesen. Der 66-Jährige werde deshalb am Montag auf nicht schuldig plädieren.

Zwei weitere Fälle werden der Anklage hinzugefügt

Der neue Fall wurde den bisherigen Anklagepunkten, die sich auf die Jahre 2004 und 2013 beziehen, hinzugefügt. Die Opfer, die sich an die Öffentlichkeit gewendet haben, hätten „außerordentlichen Mut“ bewiesen, erklärte Vance. „Wenn du eine Überlebende des rücksichtslosen Missbrauchs bist, der Herrn Weinstein vorgeworfen wird, ist immer noch Zeit zur Durchsetzung von Gerechtigkeit.“

Eine Geschworenenjury hatte Weinstein wegen der Anschuldigungen zweier anderer Frauen angeklagt. Eine der beiden Frauen sagte den Ermittlern, Weinstein habe sie 2013 in einem Hotelzimmer in die Enge getrieben und vergewaltigt. Die andere erklärte, Weinstein habe sie 2004 zum Oralsex gezwungen.




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