Hate Slam in den Wagenhallen Böse Leserbriefe zur Unterhaltung

Von nay 

Beim Hate-Slam am Samstagabend in den Wagenhallen haben zwei Redakteure der Stuttgarter Nachrichten den Pokal für die wüstesten Beschimpfungen und bösesten Leserbriefe gewonnen. Den goldenen Arsch mit Ohren durften Almut Siefert und Simon Rilling mit nach Hause nehmen.

Almut Siefert und Simon Rilling präsentierten die bösesten Leserbriefe. Foto: Lg/ Zweygarth
Almut Siefert und Simon Rilling präsentierten die bösesten Leserbriefe. Foto: Lg/ Zweygarth

Stuttgart - Den goldenen Arsch mit Ohren durften Almut Siefert und Simon Rilling mit nach Hause nehmen. Beim Hate-Slam am Samstagabend in den Wagenhallen haben die beiden Redakteure der Stuttgarter Nachrichten (StN) den Pokal für die wüstesten Beschimpfungen und bösesten Leserbriefe gewonnen. Katja Thorwarth und Stefan Krieger von der „Frankfurter Rundschau“ wurden von der dreiköpfigen Publikumsjury zum zweiten Sieger gekürt, Kathrin Stärk und Anke Bauer vom Stadtmagazin „Lift“ zum dritten.

Leserbriefe können sehr beleidigend sein. Manche finden daher nie ihren Weg ins Blatt. Beim vierten Hate Slam des ehemaligen StN-Redakteurs Hilmar Pfister und der Edition Randgruppe konkurrierten Zeitungsredakteure um die bösesten, irrsten und lustigsten Leserbriefe, die ihre Redaktionen erreicht haben. Manche Leser wollen aber ja bloß helfen: „Lesen Sie mehr und schreiben Sie weniger“, wurde Almut Siefert von einem Leser empfohlen. Ein Psychologe war gar sehr in Sorge um die Gesundheit eines StN-Journalisten: „Was ist bloß mit einem Menschen los, der formuliert und argumentiert wie Sie?“ Ein klarer Fall von Persönlichkeitsstörung war das für ihn. Glücklicherweise gab er Therapietipps mit auf den Weg. So könne der Redakteur doch einmal wie all die Flüchtlinge sein „trautes Heim ohne jedes Habe verlassen“. Allerdings würde der Journalist wohl zugrunde gehen. Denn: „Nichts lässt bei Ihnen auf eine starke Persönlichkeit schließen“, so das Fazit des Psychologen.

Manche halten es ja wahrlich für eine Zumutung, was eine Zeitung ihren Lesern tagtäglich zumutet. Gut tat da ein Briefeschreiber, der seinem Ärger mit wüsten Beschimpfungen wie „Sie hässlicher Grottengollum“ oder „Sie Goebbelsjünger“ Luft machte. Das soll gut für die Psyche sein.

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