Hilfe aus Leonberg Transporter für rumänisches Kinderheim

Von Arnold Einholz 

Die Gebersheimerin Heide Schlussas-Abele hilft notleidenden Menschen und unterstützt Tierheime.

Das von der Foto: privat
Das von der Foto: privat

Leonberg - Die Kinder des staatlichen Kinderheims von Falticeni im Nordosten von Rumänien sind froh: Seit Ende des vergangenen Jahres haben sie wieder ein Transportfahrzeug, gesponsert von der Familie Oliver Schmidt, die das Sportheim in Gebersheim betreibt.

Im Frühsommer 2017 erreichte Heide Schlussas-Abele aus Gebersheim, die das Heim seit mehreren Jahren kennt, der Hilferuf von Gabriela Curtui, der Leiterin des Kinderheims: Ihr einziges Fahrzeug sei endgültig kaputt und sie seien in einer wirklichen Notlage. Es gebe keine Unterstützung vom Staat oder der Stadt und der Standardetat des Heimes reiche nur für das Allernötigste…

Das Kinderheim beherbergt im Moment etwa 60 Mädchen und Jungen in zehn Wohneinheiten, die über die Stadt verteilt sind. Es gibt darunter HIV-infizierte und behinderte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 20 Jahren. Kleinkinder sind bis zum Schuleintrittsalter in privaten Pflegefamilien untergebracht und müssen dann mit Schulbeginn ins Heim. Die Kinder mit Behinderung können im Moment keine Förderschule besuchen, da es kein Fahrzeug für den Personentransport gibt.

Gruppenräume werden gemütlicher

Die trostlosen Gruppenräume und Wohnbereiche konnten im vergangenen Jahr mit Sachspenden von Atrio Leonberg wohnlicher gestaltet werden, mit Polstermöbeln, Lampen, Gardinen. „Wir sind zwei bis dreimal im Jahr vor Ort, um Hilfsgüter hinzubringen und um zu sehen, wo und wie unsere gespendeten Sachen Verwendung finden“, erläutert Heide Schlussas-Abele. „Was im Kinderheim nicht gebraucht wird, geht in die dortigen Altenheime, die auch dringend Pflegebetten, Rollstühle, Betteinlagen und Windeln benötigen.“ Gespendete Küchenutensilien verteilt der Priester vor Ort an hilfsbedürftige Familien.

Die Gebersheimer Familie unterstützt in Reghin und Targu Mures in Siebenbürgen auch Tierheime. Die Tiere, die in Rumänien so gut wie keine Chance auf Vermittlung haben, kommen kastriert, geimpft und mit einem Chip nach Deutschland. „In Rumänien werden die Hunde von Hundefängern, die oft sehr viel Geld mit dem Einfangen verdienen, angeliefert und in viel zu kleine Zwinger verfrachtet“, weiß Heide Schlussas-Abele aus Erfahrung. Gemeinsam mit anderen Helfern bringt sie Futterspenden, Bettwäsche und Handtücher für die OP-Bereiche und vor allem Geld für Kastrationen mit, die das einzig wirksame Mittel sind, um die Hundepopulation einzudämmen.

Alt trifft auf Modern

„Für die nächste Fahrt Ende März stapeln sich bereits einige Säcke und warten auf den Abtransport in eine, von der EU vergessene Ecke in Rumänien, wo dringend Hilfe benötigt wird, die der dortige Staat nicht leistet“, sagt die Gebersheimerin, die trotzdem von dem Land fasziniert ist. „Es ist jedes Mal eine Fahrt in ein wunderschönes Land, in dem die Zeit an vielen Orten stehengeblieben zu sein scheint und überall Althergebrachtes auf Modernes trifft“, sagt Heide Schlussas-Abele.




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