Hochhausneubau in Stuttgart Stadt muss für Porsche-Gelände zahlen

Von Konstantin Schwarz 

Porsche will auf dem Pragsattel ein Hochhaus bauen. Weil dort aber Altlasten schlummern, ist nun der vorherige Eigentümer, die Stadt Stuttgart, in der Pflicht.

So soll das Porsche-Hochhaus auf dem Pragsattel aussehen. Foto: Visualisierung: Porsche/moka-studio
So soll das Porsche-Hochhaus auf dem Pragsattel aussehen. Foto: Visualisierung: Porsche/moka-studio

Stuttgart - Die Landeshauptstadt muss für ein an die Porsche AG verkauftes Grundstück am Pragsattel nachträglich tief in die Tasche greifen. Weil es auf dem Gelände Altlasten gibt und Porsche ein Hochhaus und seine Niederlassung bis zu 18 Meter tief gründen will, fallen große Mengen Aushub zur Entsorgung an. Ein Gutachterbüro hat die Erde analysiert und 170 000 Tonnen berechnet, für dessen spezielle Entsorgung die Stadt laut Kaufvertrag mit einstehen muss. Die Mehrkosten betragen 1,45 Millionen Euro.

Der Technikausschuss des Gemeinderates hat dies am Dienstag gebilligt, abgerechnet werden soll 2020/2021. Porsche hatte im Dezember 2018 den Bauantrag für das Hochhaus und den zur Heilbronner Straße hin ausgerichteten Verkauf eingereicht. Er sei in Bearbeitung, sagte Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne). Christoph Ozasek von der Linksfraktion kritisierte den Bau als „verzichtbare Machtdemonstration der Automobilindustrie in exponierter Lage“.




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