Die Pegelstände im Kreis Ludwigsburg sinken, auch die Nina-Warnungen sind mittlerweile zurückgenommen worden. Zahlreiche Einsatzkräfte waren und sind in der Region im Einsatz.

Gute Nachrichten in puncto Hochwasserlage im Landkreis Ludwigsburg: die Pegelstände sinken. Dennoch bleibt der Führungsstab in Bereitschaft, teilt das Landratsamt mit. Alle Nina-Warnungen für den Landkreis sind zurückgenommen worden.

 

Auch die insgesamt 58 Bewohner des Kleeblatt-Pflegeheims und die 40 Bewohner des ASB-Pflegeheims in Steinheim können wieder nach Hause. Sie waren teilweise in andere Häuser untergebracht worden. In der Riedhalle hatte die Stadt eine Anlaufstelle für Anrainer der Murr angeboten.

In Remseck war befürchtet worden, dass der Damm bricht. Foto: Sandra Lesacher

Noch am Montagvormittag war die Gefahrenlage im Landkreis akut. Auch wenn kein starker Regen mehr fiel, wurde ein weiterer Anstieg des Wasserstands von Rems und Murr erwartet. Kurz nach 11 Uhr entspannte sich die Lage, da die Scheitelpunkte der Flüsse erreicht waren.

Vor allem am Sonntagnachmittag hatte Starkregen den nördlichen und nordwestlichen Teil des Landkreises getroffen. Rund 80 Gebäude wurden alleine in Walheim geflutet; in Löchgau waren 20 weitere Gebäude betroffen.

Am Sonntag wurde zwischen Freiberg und Benningen ein Damm aus Sandsäcken Foto: Emanuel Hege

In Walheim musste teilweise der Strom abgestellt werden. Auslaufende Öltanks verursachten zusätzliche Probleme. In kürzester Zeit gingen zahlreiche Notrufe ein. Einsatzkräfte stellten noch am Abend gut 7000 Sandsäcke zwischen Freiberg und Benningen auf, um das Hochwasser zurückzudrängen.

An mehreren Orten in der Region Stuttgart ist es zu Überflutungen gekommen. Foto: Yann Lange
Insgesamt waren 250 Feuerwehrleute im gesamten Landkreis im Einsatz. Sie befüllten 16 500 Sandsäcke, wovon 6 500 bereits am Samstagvormittag in den Landkreis Göppingen geliefert wurden. Kräfte aus dem Landkreis Ludwigsburg unterstützten auch im Rems-Murr-Kreis.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg war ebenfalls in die Einsatzmaßnahmen eingebunden und unterstützte insbesondere bei der Absperrung überfluteter Straßen und der Verkehrslenkung. Mit einem eigenen Führungsstab, einer Verbindungsbeamtin im Krisenstab des Landkreises sowie Verbindungspersonen in den kommunalen Einsatzleitungen wurden die polizeilichen Maßnahmen koordiniert und eng mit den anderen beteiligten Behörden und Organisationen abgestimmt. Außerdem wurden zusätzliche Einsatzkräfte für die Bewältigung einer möglichen größeren Einsatzlage bereitgestellt.