Hohensteinhalle in Gingen Sport und Kultur sollen weiter ihren Raum haben

Von Philipp Braitinger 

In Gingen wird über die Zukunft der Hohensteinhalle diskutiert, wobei klar ist, dass Sport und Kultur sollen weiter ihren Raum haben sollen. Drei Varianten sind im Gespräch.

Die Hohensteinhalle ist in die Jahre gekommen. Die Frage ist, ob sie saniert oder neu gebaut wird. Foto: Ines Rudel
Die Hohensteinhalle ist in die Jahre gekommen. Die Frage ist, ob sie saniert oder neu gebaut wird. Foto: Ines Rudel

Gingen - Soll die Hohensteinhalle nur generalsaniert oder auch erweitert oder gar neu gebaut werden? Über diese Frage wird derzeit in Gingen diskutiert.

Ob es sinnvoll ist, die Halle aus dem Jahr 1963 nahe der Hohensteinschule lediglich zu sanieren, wie es ursprünglich geplant gewesen ist, dahinter setzt der Bürgermeister Marius Hick inzwischen ein großes Fragezeichen. Denn bei den Beratungen über die Zukunft der Hohensteinhalle wurde ein umfangreicher Katalog mit Anforderungen erarbeitet, welche die sanierte oder neue Halle erfüllen sollte. „Im Laufe der Zeit stiegen der Bedarf und die zu erwartenden Kosten“, sagt Hick. Daher frage man sich bei der Verwaltung inzwischen, ob es sinnvoll sei, viel Geld in die Erhaltung der Halle zu stecken. „Es wurde bezweifelt, dass die Halle die Bedürfnisse für die Nutzungen der nächsten 40 bis 50 Jahre abdeckt“, erklärte der Bürgermeister Hick.

Das Anforderungsprofil an die sanierte oder neue Halle ist klar

Was die sanierte oder neue Halle alles können sollte, haben Kommunalpolitiker sowie Vertreter von Vereinen und der Schule bei mehreren Treffen erörtert. Einig sind sich offenbar alle, dass Gingen weiterhin eine Mehrzweck- und nicht allein eine reine Sporthalle benötigt. Die Halle soll sowohl für Sport- als auch für kulturelle Veranstaltungen geeignet sein.

Derzeit umfasst die Veranstaltungsbühne eine Fläche von fast 94 Quadratmetern. Auf der Tribüne haben bis zu 529 Gäste Platz. Zudem sollte es in der Halle neben einem größeren Spielfeld, etwa für Handball, einen oder mehrere kleinere Räume für Gymnastik, Yoga oder Aerobic geben. Weitere Wünsche sind eine Kletterwand und eine Tennisrückschlagwand. Dem Gemeinderat wurden die Ergebnisse der Gespräche im Oktober vorgestellt. Anhand der gewünschten Ausstattung hat das von der Kommune beauftragte Büro Kubus 360 aus Stuttgart vorgeschlagen, im Falle eines Neubaus eine dreigeteilte Halle zu bauen. Neben den Sportfeldern könnte auch ein Veranstaltungsbereich mit Garderobe, Küche, mobiler Bühne und Lager gebaut werden. Ferner könnten ein Gymnastikraum und eine Lagerfläche eingeplant werden. Noch aber hat sich Gingen nicht für einen Neubau entschieden.

Vor allem die Kostenfrage dürfte noch spannend werden

Im Februar soll das Büro Kubus 360 die eingangs genannten drei Alternativen für die Zukunft der Hohensteinhalle in einem ausführlichen Vergleich gegenüberstellen und dem Gemeinderat präsentieren. Spannend dürfte dabei vor allem die Kostenfrage werden. Anschließend sollen die Ergebnisse auch in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden, wie der Bürgermeister Hick verspricht. Die Verwaltung habe im laufenden und in den kommenden Haushalten bereits sechs Millionen Euro eingeplant, was für einen Neubau reichen könnte. Diese Planung sei allerdings nur vorsorglich erfolgt, betont Hick: „Entschieden ist noch nichts.“ Man warte auf das Ergebnis der vergleichenden Untersuchung des Büros Kubus 360.




Unsere Empfehlung für Sie