Hohensteinschule Zuffenhausen Spende für Schülerfrühstück

Von Bernd Zeyer 

Dank einer Spende in Höhe von 14 000 Euro von der Wendelin-Wiedeking-Stiftung kann die Hohensteinschule nun an dem Projekt „Frühstück für Kinder“ teilnehmen.

Roland Sauer (vorne links) bekommt von Wendelin Wiedeking und Uwe Hück (hintere Reihe, von links) den Spendenscheck. Foto: Bernd Zeyer
Roland Sauer (vorne links) bekommt von Wendelin Wiedeking und Uwe Hück (hintere Reihe, von links) den Spendenscheck. Foto: Bernd Zeyer

Zuffenhausen - Seid ihr aufgeregt?“, ruft die Rektorin Sylvana Charrad den Kindern zu, die erwartungsvoll im Pavillon der Hohensteinschule stehen. „Jaaaa“ kommt die vielstimmige Antwort wie aus der Pistole geschossen. Für die Schüler ist dieser Donnerstag ein ganz besonderer Tag: Auf sie wartet ein schmackhaftes Frühstück mit Brezeln, Obst, Müsli und anderen Köstlichkeiten, außerdem haben sie wichtigen Besuch: Wendelin Wiedeking, der Vorsitzende der gleichnamigen Stiftung, ist zusammen mit dem Porsche-Betriebsratsvorsitzenden Uwe Hück, ebenfalls Mitglied der Stiftung, an die Schule gekommen, um einen Scheck in Höhe von 14 000 Euro an Roland Sauer vom Verein „Frühstück für Kinder“ zu übergeben. Dank des Geldes bekommen die Kinder künftig zweimal in der Woche in der Schule etwas zu essen, ehe der Unterricht beginnt.

Nach den Worten von Charrad kommen immer mehr Kinder morgens mit leerem Magen zur Schule. Außerdem müssten manche von ihnen in der Kälte stehen, da die Eltern sie recht früh an der Hohensteinschule absetzten. Sie könnten sich nun von 7 Uhr an bei Brezeln und Brötchen aufwärmen. „Das gemeinsame Frühstück ist weit mehr als nur eine Mahlzeit“, sagte Charrad. Positiv sei auch, dass Kinder aus den Vorbereitungsklassen bereits vor dem offiziellen Unterrichtsbeginn mit ihren Mitschülern Deutsch sprechen könnten. „Mit Hunger kann man nicht gut lernen“, sagte Wendelin Wiedeking. Die Schüler könnten sich nicht gut konzentrieren, würden schnell ermüden und fühlten sich abgehängt. „Frühstück für Kinder“ sei deshalb ein lobenswertes soziales Projekt, das seine Stiftung aus tiefster Überzeugung unterstütze. Uwe Hück betonte, dass es völlig inakzeptabel wäre, wenn Kinder in einem reichen Land wie Deutschland hungern müssten. Dagegen müsse man etwas tun; schließlich gebe es genügend Menschen, die mehr als genug hätten und davon etwas abgeben könnten.

Mit Hunger kann man nicht gut lernen

Roland Sauer ging auf die Geschichte des Projektes ein. Im November 2009 sei „Frühstück für Kinder“ gegründet worden; im Sommer 2010 konnte dann an drei Stuttgarter Schulen gestartet werden. Mittlerweile gebe es das Projekt an 12 Schulen, darunter auch die Zuffenhäuser Silcherschule, die 2012 die Summe von 22 000 Euro erhalten hatte. Rund 150 000 Euro betragen die Kosten von „Frühstück für Kinder“ insgesamt pro Schuljahr, sagt Sauer. Mit einem Lied und dem Wort „Danke“ in zahlreichen Sprachen bedankten sich die Schüler bei den Spendern. „Ihr seid richtig cool“, sagte Hück zu den Kindern. Die griffen beherzt zu. Egal, ob aus Zuffenhausen, Syrien, Afghanistan, Pakistan oder der Türkei, eines haben alle gemeinsam: Zu einer Brezel mit Butter oder Nutella kann eigentlich niemand nein sagen.




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