Hurrikan auf Haiti Auf den Wirbelsturm folgt die Angst vor Cholera

Von Christoph Masurek 

Nach dem verheerenden Erdbeben von 2010 steht Haiti durch die Zerstörungen des Hurrikan Matthew vor der nächsten humanitären Katastrophe - dem Land droht eine Epidemie.

Zwei Haitianer stehen vor den Ruinen ihrer einstigen Heimat. Foto: AFP 10 Bilder
Zwei Haitianer stehen vor den Ruinen ihrer einstigen Heimat. Foto: AFP

Port-au-Prince - Vor einer Woche fegte der schwere Wirbelsturm Matthew über den Karibikstaat Haiti und tötete dabei rund 500 Menschen. Außerdem zerstörte der Hurrikan der Kategorie 4 zahlreiche Häuser, Straßen und Felder. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde wurde besonders stark der Südwesten des Landes getroffen. In den betroffenen Regionen sprechen Gesundheitsexperten nun von einer Seuchengefahr durch verunreinigtes Wasser.

Durch die Überschwemmungen von Latrinen und Friedhöfen ist das Wasser stark verschmutzt. Hilfsorganisationen warnen daher vor einer Cholera-Epidemie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsandte eine Million Impfdosen gegen die Durchfallerkrankung in das Katastrophengebiet, um eine Epidemie wie nach dem schweren Erdbeben 2010 zu verhindern. Damals wareMn mehr als 8500 Menschen an der Seuche gestorben.

In der Bildgalerie sehen Sie das Ausmaß der Zerstörungen.




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