Impfungen in der Coronapandemie Britischer Forscher: Astrazeneca-Impfstopp ist ein „Desaster“

Mehrere Länder haben Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt. (Symbolfoto) Foto: AFP/MARTIN BUREAU
Mehrere Länder haben Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt. (Symbolfoto) Foto: AFP/MARTIN BUREAU

Peter Openshaw, ein britischer Experimentalmediziner, spricht nach dem Astrazeneca-Impfstopp von einem „Desaster“. „Es ist sehr eindeutig, dass die Vorteile einer Impfung die mögliche Sorge vor dieser seltenen Art der Blutgerinnsel weit überwiegen“, so Openshaw.

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London - Der britische Experimentalmediziner Peter Openshaw hat die Aussetzung von Impfungen mit Astrazeneca scharf verurteilt. „Ich denke, das ist ein Desaster für die Akzeptanz von Impfungen in Europa, die in einigen Ländern ohnehin schon auf wackeligem Boden steht“, sagte der Forscher des Imperial College London am Dienstag der BBC. „Es ist sehr eindeutig, dass die Vorteile einer Impfung die mögliche Sorge vor dieser seltenen Art der Blutgerinnsel weit überwiegen“, so Openshaw.

Nach anderen Ländern hatten am Montag unter anderem auch Deutschland, Frankreich und Italien die Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt, nachdem es Berichte über Fälle von sehr seltenen Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegeben hatte. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Fälle, betonte aber, die Impfungen könnten fortgesetzt werden. In Großbritannien, das unabhängig von der EU sein Impfprogramm organisiert, gehen die Impfungen weiter.

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