Insektenfund in Heidelberg Samuraiwespe erstmals in Deutschland nachgewiesen

Von red/dpa/lsw 

Häufig ist es ein großes Ärgernis, wenn fremde Insektenarten Ökosysteme stören. Im Falls des Nachweises der Samuraiwespe aus China freuen sich aber zumindest Landwirte – das Tier könnte die Marmorierte Baumwanze bekämpfen.

Die Samuraiwespe – ihr Eintreffen ist für Landwirte eine gute Nachricht. Foto: dpa/Klaus Schrameyer
Die Samuraiwespe – ihr Eintreffen ist für Landwirte eine gute Nachricht. Foto: dpa/Klaus Schrameyer

Karlsruhe/Heidelberg - Experten ist bei Heidelberg nach eigenen Angaben der deutschlandweit erste Nachweis der Samuraiwespe gelungen. Das ist vor allem für Landwirte eine gute Nachricht, wie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe am Dienstag schrieb. Denn die nur zwei Millimeter große Schlupfwespe sei ein natürlicher Gegenspieler der Marmorierten Baumwanze, die den Obst- und Gemüsebau massiv bedroht.

Die Wanze sauge an Blättern und Früchten von mehr als 300 Pflanzenarten und richte so große Schäden an, teilte die Landesanstalt weiter mit. 2019 habe sie beispielsweise in Südtirol für Ernteverluste von mehr als 500 Millionen Euro gesorgt. In Deutschland sind demnach vor allem Südbaden und die Bodenseeregion betroffen.

Wanze in Schach halten

Der aus China stammende Schädling wurde den Angaben nach wohl 2004 nach Europa eingeschleppt. Im Gegensatz zu Europa gibt es in Asien aber mehrere Gegenspieler, die die Wanze in Schach halten. Die Karlsruher Experten wollen nun erforschen, wie die Samuraiwespe in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann.

Unsere Empfehlung für Sie