IS-Extremisten im Nordirak Kurden gehen wieder in die Offensive

Peschmerga-Kämpfer haben im Nordirak eine neue Offensive gegen IS gestartet. (Archivbild) Foto: dpa
Peschmerga-Kämpfer haben im Nordirak eine neue Offensive gegen IS gestartet. (Archivbild) Foto: dpa

Im Nordirak haben kurdische Peschmerga-Kämpfer eine neue Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gestartet. Die Kämpfer griffen die Extremisten aus mehreren Richtungen mit schweren Waffen an.

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Bagdad/Kobane - Kurdische Peschmerga haben im Nordirak eine neue Offensive begonnen, um die Stadt Sindschar aus der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien. Die Kämpfer griffen die Extremisten aus mehreren Richtungen mit schweren Waffen an, sagte ein Vertreter der kurdischen Kräfte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Der IS habe nicht näher bezifferte Verluste erlitten.

Die Terroristen hatten die Region um Sindschar nordwestlich der Großstadt Mossul im August eingenommen und eine Massenflucht von rund 200 000 Menschen ausgelöst. Die meisten von ihnen gehörten der religiösen Minderheit der Jesiden an.

In der nordsyrischen Stadt Kobane bezogen die am Freitagabend eingetroffenen Peschmerga aus dem Nordirak ihre Positionen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Zwischen den Verteidigern der Stadt und dem IS habe es in der Nacht zum Samstag erneut heftige Kämpfe gegeben.

Rund 150 Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak hatten am Freitagabend im Schutz der Dunkelheit Kobane erreicht. Sie sollen helfen, die Stadt gegen die Extremisten zu verteidigen. Die IS-Terrormiliz versucht seit Wochen, Kobane einzunehmen. Sie hat die Stadt von drei Seiten eingeschlossen und kontrolliert etwa 60 Prozent ihrer Fläche.




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