Joshiko Saibou Bonn kündigt Basketball-Nationalspieler nach Corona-Demo-Besuch

Von red/sid 

Nachdem er an der Demonstration in Berlin gegen Anti-Corona-Maßnahmen teilgenommen hat, kündigt der Basketball-Bundesligist Bonn Nationalspieler Joshiko Saibou fristlos.

Wirbel um Joshiko Saibou Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
Wirbel um Joshiko Saibou Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Bonn - Basketball-Bundesligist Telekom Baskets Bonn hat Nationalspieler Joshiko Saibou nach seiner Teilnahme an der Großdemonstration gegen die Anti-Coronamaßnahmen fristlos gekündigt. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, seien Verstöße „gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler“ der Grund dafür. Zuvor hatte der Deutsche Basketball Bund (DBB) noch von Konsequenzen abgesehen.

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„Die Vereine der BBL arbeiten gerade akribisch an Hygienekonzepten für die Zuschauer in der nächsten Saison und an speziellen Arbeitsschutzrichtlinien für die Aktiven. Deshalb können wir ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten“, sagte Bonns Geschäftsführer Wolfgang Wiedlich.

Am vergangenen Wochenende hatte Saibou mit seiner Freundin, der Weitspringerin Alexandra Wester, an der Protestaktion in Berlin teilgenommen. Nach der Demonstration veröffentlichte Saibou am Montag bei Instagram ein Video, das ihn ohne Mundschutz im Fitnessstudio auch neben Nationalmannschaftskollege Maodo Lo beim Training zeigte. Schon im Mai hatten er und Wester mit Einlassungen zur Coronakrise in den Sozialen Netzwerken polarisiert.

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