Jugendgemeinderat Renningen Keine Bewerbungen aus der Werkrealschule

Von Kathrin Klette 

Für den Jugendgemeinderat gibt es weniger Kandidaten als Plätze. Die Wahl findet trotzdem ganz normal statt.

Im JGR geht es nicht immer nur um ernste Themen. Die Mitglieder haben auch jede Menge Spaß, wie bei ihrem Auftritt beim verkaufsoffenen Sonntag. Foto: Regine Brinkmann
Im JGR geht es nicht immer nur um ernste Themen. Die Mitglieder haben auch jede Menge Spaß, wie bei ihrem Auftritt beim verkaufsoffenen Sonntag. Foto: Regine Brinkmann

Renningen - Fünfzehn Schüler aus Renningen möchten sich gerne für alle Jungen und Mädchen ihrer Heimatstadt einsetzen. Sie haben sich für die Wahl zum Jugendgemeinderat beworben. Die Bewerbungsfrist endete am 9. März, vom 24. März bis zum 2. April findet die Wahl statt. Zum Bedauern der Stadtverwaltung haben sich diesmal nur wenige Kandidaten gefunden, sogar weniger, als es Plätze im Gremium gibt. Die Wahl wird trotzdem ganz normal stattfinden und der Jugendgemeinderat dann eben mit 15 statt mit 18 Mitgliedern agieren.

Folgende Schüler haben sich beworben: von der Realschule Ebrar Özkan (10b), Maurice Rimpp (10b) und Maria Pia Vecchione (8c); vom Gymnasium Fanny Alicia Dolge (7a), Jan-Luca Haug (9c), Nils Krawietz (10a), Greta Lang (9a), Ciara Mörk Amaral (8c), Guilherme Oliveira (10c), Sophie Schobel (8b), Natascha Sommerkorn (9a), Helena Yan (9b) und Miriam Ziska (8c). Folgende Renninger Jugendliche, die keine Renninger Schule besuchen, haben sich außerdem beworben: Yann Baier (Alexander-Fleming-Schule Stuttgart), Alicia Haug (Berufliches Schulzentrum Leonberg).

Aufwendige Kandidatenfindung

„Die Kandidatenfindung war aufwendig und wir sind nun froh, dass sich 15 Bewerber gefunden haben“, sagt die Sprecherin der Stadt, Marlies Lamparth. An der Werbung kann es nicht gelegen haben. Demnach hat der derzeitige Jugendgemeinderat über soziale Medien, direkte Ansprachen, Vorstellungen in den Schulen, Plakaten und Öffentlichkeitsarbeit geworben. Zusätzlich wurden Flyer und Plakate verteilt, und es wurde bei Schulveranstaltungen informiert. Trotzdem reichte es nicht für die volle Zahl an Kandidaten: Das ist das erste Mal seit der Gründung des Gremiums im Jahr 2002.

„Die Verwaltung hat sich entschieden, die Wahl wie geplant durchzuführen trotz des kleineren Bewerberkreises“, so Marlies Lamparth. Der neue JGR wird damit maximal 15 Mitglieder haben. Allerdings haben die dann amtierenden Mitglieder jederzeit die Möglichkeit, für einzelne Projekte oder Veranstaltungen andere Jugendliche zur Mitwirkung einzuladen.

Und es sind nicht wenige Projekte, die der Jugendgemeinderat alleine in der vergangenen Wahlperiode umgesetzt hat. Mit dem Projekt Sonnenschein zum Beispiel haben die Jugendlichen bedürftige Renninger unterstützt. Sie haben eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl organisiert sowie einen Austausch mit den Jugendgemeinderäten Mennecy und Occhiobello. Außerdem haben sie verschiedene Partys und Chillabende für junge Leute in Renningen auf die Beine gestellt und haben sich an der Umgestaltung des Jugendhauses Old School in Renningen beteiligt.

Und so funktioniert die Wahl: Wahlberechtigt sind alle Jungen und Mädchen mit Hauptwohnsitz in Renningen: Wenn sie eine Renninger Schule besuchen, gilt das Wahlrecht ab der siebten Klasse bis zum Schulende. Wer keine Schule am Ort besucht, muss zwischen 13 und 17 Jahre alt sein. Bis zum 19. März erhalten die Betreffenden eine Wahlbenachrichtigung mit allen wichtigen Infos zur Online-Wahl, die zwischen dem 24. März und dem 2. April stattfindet. Wahlberechtigte, die über keinen Internetzugang verfügen, können in dem genannten Zeitraum im Rathaus Renningen (1. Obergeschoss, Zimmer 107) wählen.

Jeder Wähler hat insgesamt fünf Stimmen. Einem einzelnen Bewerber darf er maximal drei dieser fünf Stimmen geben, er kann sie aber auch frei verteilen. Die Kandidaten sind in der anfangs genannten Reihenfolge auf dem Stimmzettel aufgeführt.




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