Ein rotes Tuch verhüllt das Denkmal von Kaiser Wilhelm I. auf dem Stuttgarter Karlsplatz. Was ist der Hintergrund? Und was hat das Tuch mit dem Katholikentag zu tun?

Rot verhüllt wird zum Katholikentag das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm I. auf dem Stuttgarter Karlsplatz. Als Grund geben die Veranstalter an, dass mit Wilhelm I. als Kaiser der Reichsgründung der beginnende Nationalismus und die danach einsetzende Kolonialisierung durch das Deutsche Reich verbunden werde.

Auf dem Karlsplatz präsentieren sich während des Christentreffens von Mittwoch bis Sonntag in Stuttgart unter anderem katholische Hilfswerke, muttersprachliche Gemeinden aus Württemberg und andere Akteure, die sich weltkirchlich engagieren. Am Samstag sind neben dem Denkmal eine Tanz-Performance und eine Lesung vorgesehen.

Nach dem Tod Wilhelms I. 1888 entstanden in Deutschland rund 400 Denkmäler zu seinen Ehren. Das in Stuttgart wurde 1898 enthüllt. Württemberg wollte damit seine Zugehörigkeit zum Deutschen Reich bekunden. Das mit Sockel rund acht Meter hohe Reiterstandbild zeigt den Herrscher, wie er aufs Neue Schloss blickt.

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