Kay Gottschalk AfD-Politiker wird Vorsitzender im Wirecard-Ausschuss

Von dpa 

Bei der ersten Sitzung des Wirecard-Ausschusses wurde der AfD-Abgeordnete Kay Gottschalk zum Vorsitzenden gewählt. Die insgesamt neun Abgeordnete sollen sich nun um die Aufklärung im Skandal um den Dax-Konzern kümmern.

Kay Gottschalk (AfD) ist zum Vorsitzenden im Wirecard-Ausschuss gewählt worden. Foto: dpa/Michael Kappeler
Kay Gottschalk (AfD) ist zum Vorsitzenden im Wirecard-Ausschuss gewählt worden. Foto: dpa/Michael Kappeler

Berlin - Der AfD-Abgeordnete Kay Gottschalk ist zum Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses zum Bilanzskandal um den ehemaligen Dax-Konzern Wirecard gewählt worden. Der Ausschuss traf sich am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung, bei der unter anderem eine Liste möglicher Zeugen diskutiert werden sollte.

Die neun Abgeordneten wollen in den kommenden Monaten unter anderem herausfinden, ob das deutsche Fintech-Unternehmen als aufstrebender Börsenstar von den Aufsichtsbehörden mit Samthandschuhen angefasst wurde. Der inzwischen insolvente Dax-Konzern hatte im Sommer Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Firma saß als Dienstleister für bargeldlose Zahlungen an Ladenkassen und im Internet an der Schnittstelle zwischen Händlern und Kreditkartenfirmen - in einem hart umkämpften Markt.

Lesen Sie hier: Zeit für U-Ausschuss im Wirecard-Fall wird knapp

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen machte Wirecard jahrelang Verluste. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein. Die Finanzaufsicht Bafin und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stehen in dem Fall in der Kritik.




Unsere Empfehlung für Sie