Kinder-Wissen Welche Farbe ist die beste?

Von Kinder-Chefreporter Paul 

Auffällig lackierte Autos sind seltener in Unfälle verwickelt als unauffällige.

In Singapur bauen   blaue Autos öfter einen Crash als gelbe Wagen. Foto: dpa
In Singapur bauen blaue Autos öfter einen Crash als gelbe Wagen. Foto: dpa

Stuttgart - Viele Autounfälle passieren, weil ein Fahrer einen anderen übersieht. Macht die Farbe eines Wagens dabei den entscheidenden Unterschied? Unfallforscher sind sich da nicht ganz einig. Auch über die beste Farbe wird gestritten.

Spanische Wissenschaftler glauben, dass weiße Wagen besonders sicher sind. Neuseeländische Forscher fanden heraus, dass silberne Autos viel weniger in Unfälle verwickelt sind. Dafür ist eine Fahrt in einem braunen Wagen laut dieser Studie besonders gefährlich. Und Forscher aus dem asiatischen Staat Singapur sagen nun, dass es in einem gelben Auto seltener kracht als in einem blauen.

Die Forscher haben ein großes Taxiunternehmen beobachtet. Der Firma gehören in Singapur mehr als die Hälfte aller Taxis. Dabei wurde festgestellt, dass es mit den gelben Autos neun Prozent weniger Unfälle gab. Und das, obwohl sie genauso oft eingesetzt wurden, die gleiche Strecke gefahren sind und gleich schnell unterwegs waren. An den Menschen hinter dem Steuer kann es auch nicht gelegen haben. Denn den Fahrern wurden die Autos völlig zufällig zugeteilt. Die Wissenschaftler fordern daher mehr Farbe im Straßenverkehr. Damit würde man viele Leben retten und auch viel Geld sparen. Klingt logisch: Wenn ihr euch bunte Kleidung anzieht, werdet ihr ja auf der Straße auch besser gesehen.

Deutsche Unfallforscher sagen, dass die Farbe allein keine Sicherheit gibt. Manchmal kommt es auch auf die Umgebung an, wo das Auto unterwegs ist. Ein an sich auffällig grünes Auto kann zum Beispiel vor einer grünen Wiese schlecht erkannt werden. Sie sagen, dass man auf andere Dinge achten muss. Bei Autos sind starke Scheinwerfer zum Beispiel wichtig. Wenn ein Auto eine gute Beleuchtung hat, kann man es im Dunkeln besser erkennen.

Walter Niewöhner ist Unfallforscher bei der Dekra. Er sagt, dass es keine „sichere“ Autofarbe gibt. Viel entscheidender als der Lack ist der Mensch, der das Auto fährt. So passieren immer mehr Unfälle, weil der Fahrer durch sein Smartphone abgelenkt war.