Kinderhilfswerk über das Coronavirus World Vision: Flüchtlinge kommen bei Impfungen zu kurz

Nach Ansicht von World Vision bekommen Flüchtlinge in Polen keinen Corona-Impfstoff. (Symbolbild) Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Nach Ansicht von World Vision bekommen Flüchtlinge in Polen keinen Corona-Impfstoff. (Symbolbild) Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Gesundheitsexperte Marwin Meier vom Kinderhilfswerk World Vision ist der Meinung, dass Geflüchtete in Lagern bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen benachteiligt oder sogar ganz davon ausgeschlossen werden.

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Carbis Bay - Die fast 80 Millionen Flüchtlinge weltweit werden bei den Impfungen gegen Covid-19 nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision weitgehend ausgeschlossen. „In den allermeisten Ländern werden sie ignoriert“, kritisierte Gesundheitsexperte Marwin Meier am Mittwoch vor dem Gipfel der reichen Industrieländer (G7) im britischen Carbis Bay. Griechenland habe erst vergangene Woche mit Impfungen angefangen, während Polen die Flüchtlinge ganz ausschließe.

Es gebe nur Hinweise aus 20 von 163 Ländern, dass Impfdosen in Flüchtlingslagern angekommen seien. „Das ist mehr als Impfnationalismus“, beklagte Meier. Dabei sei die Ansteckungsgefahr in den dicht bevölkerten Lagern mindestens dreimal so hoch wie sonst. In der Pandemie zählten Flüchtlinge zu den besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan sowie Vertreter der EU kommen von Freitag bis Sonntag in dem Touristenort Carbis Bay in Cornwall zusammen. Der Kampf gegen Covid-19 ist eines der zentralen Themen des Gipfels.




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