3 Kindersuchmaschinen vorgestellt Suchmaschinen für Kinder

Von Lukas Böhl  

Wir stellen Ihnen drei vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend empfohlene Suchmaschinen für Kinder vor.

Sicher im Internet unterwegs. Foto: Rido / shutterstock.com
Sicher im Internet unterwegs. Foto: Rido / shutterstock.com

Im Internet gibt es eine Menge Inhalte, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind. Mit den herkömmlichen Suchmaschinen wie Google oder Bing lässt sich der Zugang zu solchen Seiten nur durch Filter in den Sucheinstellungen einschränken. Allerdings gibt es auch Suchmaschinen speziell für Kinder. Wir stellen drei Angebote vor, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) empfohlen werden.

1. fragFinn

fragFinn ist eine Suchmaschine speziell für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anders als bei den Kindersicherungen großer Suchmaschinen werden hier laut Anbieter nicht die anstößigen Inhalte aus dem Internet herausgefiltert, sondern nur kindgerechte Webangebote in die Datenbank aufgenommen. Demnach sollen etwa 12.000 kinderfreundliche Internetseiten abrufbar sein, die dem Kriterienkatalog des fragFinn-Teams entsprechen und regelmäßig von Medienpädagogen geprüft werden. Die Suchmaschine gibt es mittlerweile auch als App für das Smartphone.

Hier geht’s zur Webseite: fragfinn.de

2. Blinde Kuh

Die Kindersuchmaschine Blinde Kuh existiert bereits seit 1997 und wird vom BMFSFJ gefördert. Neben der Textsuche bietet Blinde Kuh auch eine eigene Videosuche für Kinder an. In den Suchergebnissen wird zudem eine Altersempfehlung für die Inhalte angezeigt. Insgesamt ist die Datenbank an Webseiten aufgrund der Funktionsweise der Suchmaschine größer als bei fragFinn. So werden auch kindgerechte Inhalte von Erwachsenenseiten in den Index aufgenommen. Die Altersempfehlung der Betreiber liegt bei 6 bis 14 Jahren.

Hier geht’s zur Webseite: blinde-kuh.de

3. Helles Köpfchen

Die Seite Helles Köpfchen vereint in ihrer Datenbank eigens verfasste Artikel für Kinder und Kinderwebseiten Dritter. Somit sind die Suchergebnisse recht ertragreich und damit gut geeignet für die Recherche für Hausaufgaben und Referate. Allerdings werden auch „schwierige Themen“ behandelt, die jüngere Kinder überfordern könnten. Sie sollten daher im Vorfeld einige Testsuchen durchführen, um zu prüfen, ob die Inhalte für Ihr Kind bereits angemessen sind.

Hier geht’s zur Webseite: helles-koepfchen.de

Tipp: Das BMFSFJ bietet mit „Meine-Startseite“ eine übersichtliche Einstiegsseite für Kinder an, die alle drei Suchmaschinen vereint.

Auch interessant: Ab wann Social Media?

Englische Kindersuchmaschine

Eine englischsprachige Alternative zu den obengenannten Kindersuchmaschinen wäre Kiddle von Google. Dort sind die ersten drei Suchergebnisse stets für Kinder geschrieben und speziell von Mitarbeitern ausgewählt.

Videosuche für Kinder mit YouTube Kids

YouTube macht dem linearen Fernsehen in der jüngeren Zielgruppe schon lange Konkurrenz. Da sich auf der Plattform aber für Kinder ungeeignete Inhalte finden lassen, sollten gerade kleine Kinder die Kids-Version nutzen. YouTube Kids filtert laut eigenen Angaben unangemessene Inhalte aus der Datenbank und ergänzt diese Maßnahme durch manuelle Überprüfungen und Nutzerfeedback von Eltern. So soll die Videosuche möglichst kinderfreundlich gestaltet werden.

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet

Kinder sind im Umgang mit Medien nicht selten bereits geübter als Ihre Eltern. Eine kindgerechte Startseite allein reicht da oftmals nicht aus, um die Kleinen vor den Tiefen des Internets fernzuhalten. So könnten die Kinder zum Beispiel durch die direkte Eingabe in die Browserzeile gewisse Webseiten abrufen, wenn diese nicht durch Webfilter blockiert werden. Sie sollten das Thema Jugendschutz im Internet daher ganzheitlich betrachten und nicht nur die Medienkompetenz Ihrer Kinder stärken, sondern auch Ihre eigene. Eine gute Übersicht liefert die Broschüre „Familie · digital · stark: Kinderrechte im Netz“ und die Seiten „Gutes Aufwachsen mit Medien“ sowie „Surfen ohne Risiko“ des BMFSFJ.

Lesen Sie jetzt weiter: Ab wann sollten Kinder ein Handy bekommen?

Unsere Empfehlung für Sie