Kindertreff Wilde 13 Nächster Halt: Spielvergnügen

Paula, Leif (links) und Lukas finden das neue Spielmobil klasse. Im Gegensatz zu Jens Kraske müssen sie die 150 Kilogramm schwere Rikscha aber auch nicht fahren. Foto: Julia Barnerßoi
Paula, Leif (links) und Lukas finden das neue Spielmobil klasse. Im Gegensatz zu Jens Kraske müssen sie die 150 Kilogramm schwere Rikscha aber auch nicht fahren. Foto: Julia Barnerßoi

Der Kindertreff Wilde 13 aus Riedenberg hat eine Fahrrad-Rikscha zum knallroten Spielmobil umgebaut. Vergangene Woche wurde sie erstmals ausgefahren.

Bad Cannstatt: Julia Barnerßoi (baj)
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Heumaden/Riedenberg - Am Heumadener Dorfplatz steht ein knallroter Farbklecks. Er hat drei Räder und einen Sattel; um ihn herum toben Kinder, spielen Ball oder werfen das Diabolo in die Luft. Der Klecks ist die neue Fahrrad-Rikscha des Kindertreffs Wilde 13 aus Riedenberg. Sie ist ein Spielmobil; ihr Anhänger ist voller Sachen, die Spaß machen. Vergangene Woche wurde sie erstmals ausgefahren.

„Die Idee für ein Spielmobil spukt schon lange in unserem Kopf herum“, sagt Jens Kraske, der Leiter des Kindertreffs Wilde 13 in Heumaden und des Schülercafés Alberta an der Sillenbucher Schemppstraße. Üblicherweise sind Spielmobile Busse. „Das hätten wir finanziell nie realisieren können“, sagt Kraske. Eine Weile habe er dann mit einem motorisierten Dreirad geliebäugelt. Aber auch da hätten Sprit und Wartung wieder viel Geld gefressen. Also ist die Wilde 13 auf Körperkraft umgestiegen – und hat sich die Rikscha gekauft. Finanziert wurde sie durch Geld- und Sachspenden. Allein das Fahrrad kostet 1000 Euro. Für den roten Aufbau haben Firmen Material und Arbeitszeit gespendet.

An diesem Nachmittag ist Jens Kraske mit der Rikscha erstmals von Riedenberg nach Heumaden gestrampelt. „Das darf man sich nicht wie normales Radfahren vorstellen“, sagt er. Immerhin wiege das Gefährt gut 150 Kilogramm. „Und man kann es nicht mit dem Körper lenken“. Nach einem Beinahe-Sturz in den Graben habe er den Weg aber sicher und in 20 Minuten zurückgelegt – und viel positive Resonanz auf der Straße bekommen.

Einmal in der Woche Ausfahrt

Auch die Kinder am Heumadener Dorfplatz sind begeistert darüber, dass es auf der Betonfläche heute bunter zugeht. Wer nicht Ball spielt oder die Hula-Hoop-Reifen um die Hüften kreisen lässt, sitzt mit den Betreuerinnen in einem Pavillon und spielt Karten. Damit die Kinder keinen Sonnenbrand bekommen und genügen trinken, karrt Jens Kraske Sonnencreme und Mineralwasser an – zu Fuß allerdings.

Wenn das Wetter gut ist, wird die Rikscha einmal in der Woche ausfahren. Sie steht dann entweder am Dorfplatz in Heumaden, am Spielplatz Wildäcker oder in Riedenberg an der Clara-Neuburger-Straße oder am Spielplatz Wiesenäcker.

Wann das Spielmobil wo steht, kann man im Internet unter www.sanktmichael.de/oeffnungszeiten abrufen. Oder man muss einfach Ausschau halten nach dem knallroten Farbklecks.




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