Klimaschutz der Zukunft Ein optimistisches Szenario: Wir schaffen es

Von Bernhard Pötter 

Der Weltklimarat IPCC hält in seinem neuen Bericht fest, dass es kaum noch zu schaffen sei, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Unter diesem Schock verabreden am Rand der UN-Vollversammlung in New York die Staatschefs endlich Emissionsminderungen und finanziellen Hilfen für ärmere Länder. Die globalen Emissionen beginnen 2018 langsam zu sinken.

Bis 2015 haben grüne Investitionsprogramme die Eurokrise und den Niedergang der US-Wirtschaft aufgefangen. Der EU-Emissionshandel funktioniert und ist mit US-Staaten und chinesischen Provinzen verbunden. Die EU wird wieder handlungsfähig, weil SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Polen bei der Sanierung der Energiewirtschaft unterstützt. Die deutsche Energiewende macht Schule. Die US-Republikaner driften im Streit über die radikale Politik der Tea Party auseinander, die Demokraten machen den Weg frei für einen Klimavertrag.

China setzt im 13. Fünfjahresplan von 2016 an noch stärker auf erneuerbare Energien. Die Führung fürchtet die Anfälligkeit des Landes gegen Klimaschäden und bildet mit Indien, Brasilien und Südafrika eine Süd-Süd-Kooperation für Technologietransfer und Handel.

Weltweit schließen sich die Umweltbewegungen aus dem Norden, die Verteidiger der indigenen Rechte in Indien und Lateinamerika und die Bewegungen für Energiewende und Solidarität zusammen. Sie vernetzen sich über das Internet und begreifen den „fossil-industriellen Komplex“ als ihren Gegner. Sie treiben die Politik vor sich her. 2018 verkünden die EU, USA und China, die Subventionen für fossile Energien auslaufen zu lassen.

Trotzdem sind die Folgen des Klimawandels nicht zu verhindern. Bis Ende des Jahrhunderts steigt die globale Mitteltemperatur um 2,5 Grad. 2014 verwüstet der Wirbelsturm Sandy II New York während der UN-Generalversammlung.