Kliniken im Kreis Ludwigsburg Mehr Operationen und mehr Ärzte für Marbach

Von Sabine Armbruster 

Wie geht es in Marbach am Neckar weiter? Die Betten der Belegklinik des Krankenhauses werden wohl wegfallen, das haben die Aufsichtsräte der Kliniken entschieden. Dafür soll es mehr ambulante Operationen und mehr Ärzte geben.

Wie geht es weiter mit dem Krankenhaus? Darüber ist in den vergangenen Jahren viel und oft diskutiert worden. Foto: Archiv /Werner Kuhnle
Wie geht es weiter mit dem Krankenhaus? Darüber ist in den vergangenen Jahren viel und oft diskutiert worden. Foto: Archiv /Werner Kuhnle

Marbach - Keine Betten mehr an der Belegklinik in Marbach, dafür ein Umbau zu einem Zentrum für ambulante Operationen – so könnte die Zukunft der Marbacher Belegklinik aussehen und so hat es der Aufsichtsrat Regionalen Kliniken-Holding (RKH) in seiner jüngsten Sitzung in Markgröningen (Kreis Ludwigsburg) am Dienstagabend präsentiert.

Die Stadt und die RKH haben sich durch diese mögliche Lösung wieder angenähert, wie der scheidende Landrat Rainer Haas betonte. Auch Marbachs Bürgermeister Jan Trost gab sich nach der Versammlung verhalten optimistisch. Zuletzt hatte der Gemeinderat der Schillerstadt die Baugenehmigung für eine psychosomatische Klinik verweigert, die nach den Vorstellungen von Haas das baufällige Krankenhaus ersetzen soll.

Ambulante Operationen sollen an kleinen Standorten stattfinden

In der Sitzung hatten der Geschäftsführer der RKH Jörg Martin und der Landrat immer wieder betont, dass in Marbach im Jahresschnitt nur acht Betten belegt seien. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, bräuchte man aber einen Schnitt von 25 bis 30 Betten.

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Doch auch wenn die Belegklinik aus wirtschaftlichen Gründen wirklich geschlossen werden sollte, versprach der RKH-Chef: „Wir werden in Marbach mit dem Gesundheitszentrum eine optimale Versorgung der Bevölkerung aus Marbach und dem Bottwartal erreichen.“ Die Lösung lautet: Marbach wird zu einem Zentrum für ambulantes Operieren. So soll es unter anderem auch eine augenärztliche Ambulanz geben. Von dieser Aussage war Marbachs Bürgermeister Jan Trost sichtlich überrascht. Er hakte nach, ob es denn theoretisch auch eine Ambulanz im Bereich HNO oder Urologie geben könne. Martin entgegnete, generell solle das ambulante Operieren möglichst aus den großen Häusern rausgeholt werden.

Konzept soll bis März 2020 stehen

Kritik kam dagegen vonseiten des Betriebsrats: Gerhard Locher meinte: „Das klingt so, als sei die Schließung der Belegklinik bereits beschlossen, aber dann brauchen wir auch nicht mehr darüber abzustimmen.“ Im März 2020 will die RKH-Führung das Konzept genauer vorstellen. Landrat Haas betonte: „Ohne Marbach und ohne den Marbacher Gemeinderat machen wir nichts.“




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