Das 4,6 Hektar große „Mammutprojekt“ Rombold-Areal am Unterweissacher Ortsrand und dessen Revitalisierung wird die am 25. Mai neu gewählten Kommunalpolitiker auf jeden Fall beschäftigen.

Weissach - Zum Speed-Dating mit Gemeinderatskandidaten seien am Dienstagabend rund 40 Jugendliche ins Bildungszentrum (Bize) Weissacher Tal gekommen, sagt der Weissacher Bürgermeister Ian Schölzel. Kein schlechtes Ergebnis, wenn man die Resonanz bei ähnlichen Veranstaltungen in anderen Kommunen betrachtet. Aber auch kein Wunder – schließlich finden die Weissacher Jugendlichen auf den vier Listen, die bei der Gemeinderatswahl antreten, einige Kandidaten in ihrem Alter, mit denen sie sich identifizieren können. Jan Hutzenlaub zum Beispiel, der bereits zum zweiten Mal für die Liste Weissacher Bürger antritt. Als 18-Jähriger hat er vor fünf Jahren den Sprung ins Kommunalparlament geschafft und war damit der jüngste Gemeinderat weit und breit. Die SPD schickt den 22-jährigen Lukas Wildermuth ins Rennen, für die CDU/FWV treten beispielsweise die beiden Mittzwanziger Maike Math und Carl Höfer an.

Ian Schölzel, der vor sieben Jahren mit seinen 31 Jahren der jüngste Bürgermeister im Rems-Murr-Kreis war, ist gespannt auf die vermutlich bunt gemischte Gemeinderatsriege, mit der er künftig zu tun hat. Das 4,6 Hektar große „Mammutprojekt“ Rombold-Areal am Unterweissacher Ortsrand und dessen Revitalisierung wird die Kommunalpolitiker auf jeden Fall beschäftigen. „Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr losgeht“, sagt Schölzel. Das Gelände einer ehemaligen Tonwarenfabrik soll künftig Raum für junges Wohnen, aber auch für Gewerbetreibende bieten. Wobei geplant ist, einen Teil der alten Bausubstanz zu erhalten. Vom Rombold-Areal aus, entlang der Welzheimer Straße, bis in die Ortsmitte, hofft man im Rathaus auf einen Dominoeffekt: Einige alte Schuppen und leer stehende Häuser sollen barrierefreiem Wohnraum und Geschäften Platz machen. Gebaggert wird dank der Aufnahme ins Landessanierungsprogramm: „Wir haben überraschend das Sanierungsgebiet Unterweissach III bewilligt bekommen.“ Dringend in Angriff nehmen müsse man auch die sehr sanierungsbedürftige Backnanger Straße, die derzeit noch eine Kreisstraße ist.

Ein elementares Thema sieht Ian Schölzel beim Hochwasserschutz – im Jahr 2015 sollen zwei neue Becken entstehen. In Sachen Tourismus geht Weissach gemeinsam mit den Nachbarkommunen den „Höhenweg Weissacher Tal“ an. Aber auch die Jugendarbeit in der Gemeinde soll wieder belebt werden – das neue Konzept will die Verwaltung gemeinsam mit der Evangelischen Gesellschaft (eva) umsetzen, die bereits in der Schulsozialarbeit des Bildungszentrums aktiv ist.

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