Digital Unit: Jan Georg Plavec (jgp)

Und dann ist auch schon die letzte Mai-Woche. Wir gehen völlig ironiefrei zu Def Leppard in die Porsche Arena (25.5.) und mit derselben Haltung zu Paddy Kelly (28.5., Theaterhaus). Der klingt derzeit übrigens so:


Leslie Clio war immerhin für den Echo nominiert. Am 26.5. spielt sie im Club Cann und hat auch ein neues Album dabei, samt fröhlicher Single. So geht Pop:


Am 27.5. sind dann Arkells im Zwölfzehn zu Gast, energiereicher Rock aus Kanada, klingt gut. Parallel dazu ist übrigens Ping Pong Disco. Und im Keller Klub spielen die Australier Ball Park Music:

Am 7.5. ist dann große Qual der Wahl. Option eins, die offensichtliche: zu Nick Cave in die Liederhalle, eins von zwei Deutschland-Konzerten, Stuttgart ist viel schöner als Berlin. Option zwei, die Popakademie-Variante: Joris im Keller Klub, von Four Music gepushter Digital-Native-Songwriter. Option drei: Kokstantin Wecker in Filderstadt (gnihi). Und sonst: Jaakko und Kay in der Kleinen Kneipe (Wagenhallen), David Flower im Anker Bernhausen, Hawelka (Achtung Befangenheit!) und Tin Woodmen im Kap. Und natürlich Neonschwarz im Zwölfzehn, elektronischer deutscher Pop mit, sagen wir überraschendem Rap-Part ab 1:20.

Purple Haze: ein Song von Hendrix. Eine Rockkneipe in Remseck. Die Single von Olexesh. So zu hören am 8.5. in der Schräglage:


Und generell ist das Wochenende ziemlich voll. Am 8. und 9.5. feiert das Goldmark's Jubiläum, am 8. mit Sensi Simon and His Brother - erstmals Musik mit elektronischem Einfluss, jubelt Brunner, der Goldmark's-Chef. Danach wieder Gitarren mit Human-Abfall-Frontsau Flavio Bacon. Am 9. dann The Bamones (ratet mal, wen die covern) und hintenraus die DJs Sad Sir und Reverend Reichstadt.

Ebenfalls am 8.5.: Something For the People. Nein, hier kommt jetzt kein Investigativbericht über deren wahre Interessen, sondern nur der Hinweis: dieses Mal spielen Bakkushan und Anfang Juni gibt's dann das Finale:

 

FINAAAAALEEE WUHUUUwir haben ein unfassbares Line-up für euch zusammengestellt.I Heart Sharks, Chris Brenner, Ambre...

Posted by Something For The People on Sunday, April 26, 2015


Und das war ja noch nichtmal alles für den 8.5. Im Zwölfzehn tritt Wind in Sails auf, schönes Video mit Straßen- und Körperkunst. Bisschen verschwurbelter: Gomo Park im Merlin. Bisschen lauter: Title Fight im Uni. Bisschen ambitionierter: Savon Tranchand in der Rakete. Letztes Mal Singer/Songwriter vom Feierabendkollektiv vor der Smomerpause: Daantje & the golden handwerk im Stella. Singer/Songwriter im Westquartier: Pascal Gamboni, der - festhalten - "rätoromanische Johnny Cash" (Pressetext).

Und das war jetzt erst der Freitag. Der Samstag hält unter anderem das Pirate Satellite Festival bereit unter anderem mit Turbostaat, alles im LKA. Im Uni gibt's das Metal-Clubfestival Bleeding Nose. Und im Theater Rampe ist wieder Singles Club mit Loretta, vielleicht bestuhlt, vielleicht nur zum Teil, jedenfalls alte Hasen, die unter anderem "Soft Rock" machen. Zum Konzept steht hier was.

Der Hip-Hop-Konzerthotspot Schräglage feiert an dem Abend außerdem Geburtstag. Vorher könnte man noch zu Guts, französischer Hip-Hop-Producer, der mit Liveband in den Club Zentral kommt:

11. bis 17. Mai

Am 12.5. sind Crüxshadows wieder in Stuttgart, Electrowave, Erfolge in den frühen Nullerjahren und jetzt eben im Club Cann. Alternativ könnte man zu Gov't Mule ins LKA, ist halt nicht ganz billig (41 Euro). Oder man hört sich die Show hinterher an, die Band stellt Livemitschnitte regelmäßig online. Gegriffenes Beispiel: der Gig aus Groningen von Anfang Mai. Möglich wäre auch Akustik-Punk im Stile einer Courtney Love mit Louise Distras im Zwölfzehn.

Die zwei großen Ärgernisse beim Freikonzert am Pariser Platz waren die schwätzenden Menschen und der Merchstand. Da gab's nämlich nix von Rangleklods zu kaufen nach einem ganz wunderbaren Konzert. In der Schräglage am 13.5. ist das vielleicht nicht mal anders, denn das neue Album kommt erst am 18.5. raus. Aber künstlich Verknappen hält die Nachfrage hoch, wir sehen uns schon in der Hipster-Schlange vor der Schräglage anstehen:


Ebenfalls am 13.5. ist Manu Delago in der Stadt, schön experimenteller elektronischer Pop, neues Album hat er auch dabei.

Am 14.5. feiert Reiner Bocka vom Galao seinen Fünfziger, dazu gibt's Tim McMillan und Jamsession mit Two Wooden Stones aus Leipzig, die tags davor schon einen regulären Gig im Galao haben.

Am 15.5. ist dann die Band mit dem schönen Namen Keine Zähne im Maul, aber La Paloma pfeifen im Universum. Haben auch schonmal mit Die Blockflöte des Todes gespielt, sind an dem Abend aber von den Stuttgartern Die Säulen des Kosmos supportet. Was ja auch ein schöner Bandname ist.


Ebenfalls am 15.5. zu sehen: Omid Gollmer, Teil des Feierabendkollektivs, das wir kürzlich vorgestellt haben. Er stellt sein Debütalbum "Shadow Play" vor, und zwar im Sideways in Cannstatt. Am 16.5. ist dann der nächste Kollektivo dran, diesmal Max François mit seinem Album "Wollen, hoffen, können" - das spielt er uns in Eliszis Jahrmarkttheater vor, also da, wo schon das Feierabendkollektiv-Festival Vive la vie stattgefunden hat.

Danach oder alternativ könnte man natürlich noch in die Rakete zu Pollyester, leicht acid-mäßiger Funk aus deutschen Landen für Tanzschuhfreunde:


Aber natürlich klar, dass die Rockabilly-Fraktion da nicht hingeht. Die schaut sich Frantic Flinstones im Goldmark's an. Chimperator Live zeigt am 15.5, dass sie auch Universum können mit Rocky Votolato & Band. Gitarre ist auch der Gig von Real McKenzies im Jugendhaus Hallschlag, eines der Lieblingskonzerte von Micha Schmidt dieses Jahr. Und das Konzert von Transit im Keller Klub am 16.5. kündigen wir schon wegen Setzers Texterkünsten gerne an: "TRANSIT aus Boston streunen haarscharf zwischen Indie und Postpunk. Sollen sie ruhig. Es gäbe schließlich durchaus miesere Ecken."

Und dann gibt's am 16.5. noch "pure musikalische Anarchie", nämlich im Laboratorium. Iva Nova aus St. Petersburg, nastrowje, musikalisch klingt das so.

Und auch ein Sonntagskonzert gibt's im Mai: Dagobert, bekannt aus Funk, Fernsehen, Pop Freaks und Wagenhallen, spielt seine Schweizerschlager im Club Cann.

18. bis 24. Mai

Die Woche beginnt mit Herbert Grönemeyer am 18.5. in der Schleyerhalle. Muss man nicht viel dazu sagen, außer dies: neues Album, neues Video und: da tanzt Herbert sogar. Also "tanzt":


Wer es düsterer mag, geht ins Komma nach Esslingen zu Agent Side Grinder, Pure Ground und Blood Vault. Zusammengefasst: dunkel, elektronisch, Wave, Blood Vault ist was Neues von Luca Gillian.

Am 20.5. könnte man ins Merlin gehen, wo Maren Montauk ihr Programm Oak präsentiert. Das würde auch im Galao super passen, da haben sie aber nie reingehört, deshalb hat jetzt das Merlin zugeschlagen. Und weil im Galao ja alle immer mindestens fünf Euro geben, käme dieses Konzert im Merlin gar nicht teurer. Nur dass man stattdessen um sich herum mehr Platz hat.


Highlight am 21.5. im Jahr der österreichischen Popmusik: Wanda, schon zum zweiten Mal in Stuttgart, diesmal als Hauptact, und zwar in der Manufaktur Schorndorf. Ist selbstredend ausverkauft. Und bei Chimperator freuen sie sich, weil das dritte Wanda-Konzert anno 2015 im LKA Anfang Dezember dann sicher auch gut läuft.

Am 22.5. kommen dann Mike & The Mechanics ins Theaterhaus. Auf die Bravo Hits haben die es nicht geschafft damals, obwohl "Looking Back" zu einer Zeit erschien, in der solche Lieder noch auf Bravo-Hits-CDs landeten. Bravo Hits ist übrigens inzwischen bei Nummer 89 angelangt.


Für die Rakete-Fans unter uns ist am selben Abend noch Clockwork Orchestra. Drei Iren, Album aber solo im Wohnzimmer eingespielt, bisschen Lo-Fi, schmierige Orgel, und wir trauern einmal mehr, dass sowas nicht im Wägele stattfindet.

Wer lieber gartelt, der geht am 22.5. ins "El Palito", das ist ein Gemeinschaftsgarten nahe der Haltestelle Weinsteige. "Konzert im Draußen" nennt sich eine Reihe, die Singer/Songwriter-Musik zu den neuen Schrebergärtnern bringt - an dem Abend Bea Bacher und Sascha Santorineos. Mehr steht beim Facebook-Event.

Am 23.5. dann, wohin sonst, in die Florale Schmiede Dettenhausen. Dort spielen My Glorious sowie Brothers of Ivory. Gewächshaus-Gigs sollte es eh öfter geben. Hier geht's zum Facebook-Event. Alternativ ins Komma, wo das Smooth Acoustic Festival steigt, unter anderem mit Hellsongs und Naked Hazelbeard (Interview siehe hier).

Und am 24.5. spielt Gregor Meyle im Theaterhaus Singer/Songwriter-Sachen. Ja, der gute Mann kommt aus Backnang, und wer ein gutes Langzeitgedächtnis hat, weiß noch, wofür SSDSDSSWEMUGABRTLAD. Tipp: Pro-Sieben-Castingshow.

25. bis 31. Mai

Und dann ist auch schon die letzte Mai-Woche. Wir gehen völlig ironiefrei zu Def Leppard in die Porsche Arena (25.5.) und mit derselben Haltung zu Paddy Kelly (28.5., Theaterhaus). Der klingt derzeit übrigens so:


Leslie Clio war immerhin für den Echo nominiert. Am 26.5. spielt sie im Club Cann und hat auch ein neues Album dabei, samt fröhlicher Single. So geht Pop:


Am 27.5. sind dann Arkells im Zwölfzehn zu Gast, energiereicher Rock aus Kanada, klingt gut. Parallel dazu ist übrigens Ping Pong Disco. Und im Keller Klub spielen die Australier Ball Park Music:


Wer kürzlich im Dilayla nicht dabei war, geht vielleicht zum Wagenhallen-Gig von Dr. Aleks and the Fuckers. Am 29.5. findet das statt, skol!

Ebenfalls am 29.5. endet das elfte Festival For the Sake of the Song im Laboratorium. Termine davor: Gipsy Cowboys (2.5.), Rich Hopkins & The Luminarios (8.5.), Christine Owman (28.5.). Am 29.5. steht Wendy McNeill auf der Bühne: Akkordeon, Folk Noir, Frankokanadierin, "weirde Stimmungen", so der Pressetext. Folk muss ja auch noch jemand machen:

Am 30.5. präsentieren My Sleeping Karma ihr neues Album im Uni. Psychedelische Rockmusik, Special: "relativ leise abgemischt", schreibt Micha Schmidt. Weil alle anderen Platten ja schon laut genug sind. Mal sehen, wie das live klingt.

Der Monat wird am 31.5. beschlossen von Kill it Kid im Keller Klub. Die waren zwar erst im Oktober im Zwölfzehn, aber Bluesrock geht ja bekanntlich immer.