Kraftfahrzeug-Zulassung im Kreis Esslingen Mancher sollte auf seinen „Bäbber“ einfach warten

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In Corona-Zeiten muss das Esslinger Landratsamt bei Fahrzeuganmeldungen Prioritäten setzen. Das Motto lautet: Was gemacht werden muss, wird gemacht.

Die Esslinger KfZ-Zulassungsstelle  kann zurzeit nur „unaufschiebbare Anliegen“ bearbeiten. Foto: StZ/Archiv
Die Esslinger KfZ-Zulassungsstelle kann zurzeit nur „unaufschiebbare Anliegen“ bearbeiten. Foto: StZ/Archiv

Kreis Esslingen - Rund um Ostern, ist für gewöhnlich die Zeit in der Wohnmobile aus dem Winterschlaf geweckt, Motorräder für die Saison fit gemacht und Oldtimer aus den Garagen hervorgeholt werden. Auch in diesem Frühjahr wollen viele, oft aus guter Gewohnheit, ihr Heilig’s Blechle wieder anmelden, müssen sich aber virusbedingt – nicht nur im Kreis Esslingen – in Geduld üben.

Wie alle Dienst- und Außenstellen des Landratsamts ist auch die KfZ-Zulassung für den allgemeinen Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen. Einfach seine Papiere und die Kennzeichen schnappen und der Zulassungsstelle einen Besuch abstatten, ist in Corona-Zeiten also nicht möglich. Auch die Online-Terminvergabe ist bis auf weiteres abgeschaltet. Die weiteren Online-Dienstleistungen, etwa für eine internetbasierte Zulassung, sind sofern der Kunde über die notwendigen Dokumente und das technische Equipment verfügt, allerdings nutzbar.

Ohne Terminvereinbarung geht gar nichts

Wer indes, wie es auf der Homepage des Landratsamts heißt, ein „unaufschiebbares Anliegen“ hat, muss sein Glück über eine Telefon-Hotline unter der Nummer 07 11/39 02 48 330 versuchen. Von Anfragen per E-Mail, so die Bitte der Behörde, soll Abstand genommen werden. Vergeben werden die Termine nur für die aktuelle Woche und ausdrücklich nicht für Wohnsitzänderungen, für das Eintragen von technischen Veränderungen sowie für die Zulassung von sogenannten Freizeitfahrzeugen, Krafträdern, Wohnmobilen, Erprobungsfahrzeugen und Oldtimern.

„Ganz so restriktiv ziehen wir das aber nicht durch“, sagt Stefan Bayer, der Leiter der KfZ-Zulassungsstelle. Was man machen müsse, werde aber gemacht. Wichtig sei, dass man einen Termin vereinbare und dass der Anlass wirklich dringend und unaufschiebbar sei. „Wer uns jetzt sagt, dass er seinen Oldtimer brauche, um auf ein Oldtimer-Treffen zu fahren, der wird vertröstet, weil diese Treffen ja zurzeit gar nicht stattfinden“, nennt Bayer ein Beispiel, für das, was nicht geht.

Stefan Bayer: Jeder sollte überlegen, was wirklich sein muss

Manchmal aber hätten zum Beispiel Wohnmobilfahrer gar keine andere Wahl, als ihr Gefährt anzumelden, fügt er hinzu. „Wer einen Unterstellplatz nur vorübergehend gemietet hat und dort jetzt raus muss, weil etwa der Bauer seine Scheune braucht, für den finden wir schon eine Lösung“, zeigt sich Bayer überzeugt.

Wichtig sei, dass sich jeder überlege, was wirklich sein müsse und was nicht, betont er. Auch die KfZ-Zulassung habe Personal abstellen müssen und arbeite, um den Betrieb jederzeit gewährleisten zu können, in Schichten.

Wer letztlich einen Vor-Ort-Termin erhalten hat, für den gilt natürlich auch auf der Zulassungsstelle, was momentan überall gilt: einzeln kommen, Abstand halten und die persönlichen Kontakte so kurz wie nur möglich gestalten.