Krimitage Esslingen Kaltblütig, aber manchmal auch sehr lustig

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Das Kommunale Kino lädt zu den Esslinger Krimitagen ein – mit Filmen, Lesungen und einem Krimi-Slam.

Edward Norton spielt im Krimitage-Auftaktfilm  „Motherless Brooklyn“ den an einem Tourette-Syndrom leidenden Privatdetektiv Lionel Essrog. Foto: Verleih
Edward Norton spielt im Krimitage-Auftaktfilm „Motherless Brooklyn“ den an einem Tourette-Syndrom leidenden Privatdetektiv Lionel Essrog. Foto: Verleih

Esslingen - Ursprünglich war da der Festivalgedanke: Bei der ersten Ausgabe der vom Kommunalen Kino organisierten Esslinger Krimitage sind die Fans des Genres vier Tage lang mit jeder Menge Filmen, aber auch Lesungen und Konzerten eingedeckt worden. Das war des Guten vielleicht doch etwas zu viel, räumt die Hauptorganisatorin Stephanie Schnäbele ein. Schon im zweiten Jahr habe man das Programm entzerrt – und das Ereignis auf zehn Tage verteilt.

Daran hat sich auch bei der sechsten Ausgabe nichts verändert. Eröffnet werden die diesjährigen Esslinger Krimitage, die wieder unter dem Titel „Kaltblütig“ stehen, am Freitag, 28. Februar, von einer Konzertlesung. Für die Musik ist die Jazzformation Trio Boogaloo verantwortlich. Der Schauspieler Jo Jung steuert von Stuttgarter Krimiautorinnen und -autoren Texte bei, die allesamt ein „regionales Geschmäckle“ haben sollen.

Edward Nortons zweite Regiearbeit

Auf den Eröffnungsfilm, der einen Tag später, am 29. Februar um 19 Uhr, gezeigt wird, freut sich Stephanie Schnäbele schon besonders: „Motherless Brooklyn“ habe bei seiner Premiere nicht die Beachtung gefunden, die der Film verdient habe. In Edward Nortons zweiter Regiearbeit spielt er selber die Hauptrolle des an einem Tourette-Syndrom leidenden Privatdetektiven Lionel Essrog, dessen Mentor erschossen wurde. Auf der Suche nach dem Täter stößt Essrog auf die Spur des Stadtplaners Moses Randolph...

Deutlich erfolgreicher in den deutschen Kinos war ein weiterer Hollywoodfilm, der am 2. März um 18 Uhr und unter dem Motto „Frühstück & Film“ am 8. März um 10.30 Uhr gezeigt wird. In dem sehr heiteren „Knives Out – Mord ist Familiensache“, macht sich James-Bond-Darsteller Daniel Craig als Privatermittler Blanc auf die Suche nach dem Mörder des 85-jährigen Krimiautors Harlan Thrombey, der am Morgen nach seinem Geburtstagsfest tot aufgefunden wird. Der Täter muss sich also aus der buckligen Verwandtschaft rekrutieren. Dumm nur, dass jeder ein Motiv für die Tat haben könnte.

Auch eine Nonsense-Komödie ist dabei

Noch eine Spur überdrehter kommt die Nonsense-Komödie „Ronny & Klaid“ daher, die am 3. März um 21 Uhr auf dem Programm steht, in dem unter anderem auch Fatih Akin einen selbstironischen Auftritt als abgebrannter Regisseur hat.

Schon Tradition hat die Übertragung eines „Tatorts“ parallel zur Ausstrahlung in der ARD im Kommunalen Kino. In diesem Jahr wird am 1. März um 20.15 Uhr der Franken-„Tatort“ übertragen.

Krimis gesungen, gesprochen, getanzt

Neu im Programm ist der erste Krimi-Slam in Zusammenarbeit mit dem Landesfilmdienst am 5. März um 20 Uhr. Dabei wollen Künstler ganz unterschiedlicher Sparten das Publikum in ihre jeweilige Welt der Krimis einführen. Sie sprechen, singen, spielen und tanzen – und wem es am besten gelingt, in den zur Verfügung stehenden zehn Minuten die Zuschauer in den Bann zu ziehen, erhält die Goldene Spätzlespresse. Als Special Guest ist Dominik Kuhn, besser bekannt als Dodokay, dabei.

Auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Am Samstag, 7. März, läuft um 14.30 Uhr „Das Geheimnis des grünen Hügels“. Einen Tag später folgt zum Abschluss um 19 Uhr ein Ausflug ins Central-Theater am Rossmarkt. Dort wird ein historischer Stummfilm mit musikalischer Untermalung zu neuem Leben erweckt. Das komplette Programm findet man unter www.koki-es.de.