Kritik aus Schorndorf an der Rems-Murr-Klinikgesellschaft Disharmonie zwischen Stadt und Kreis

Der Schorndorfer OB Matthias Klopfer pocht auf Vereinbarungen mit dem Landratsamt. Foto: privat
Der Schorndorfer OB Matthias Klopfer pocht auf Vereinbarungen mit dem Landratsamt. Foto: privat

Der Schorndorfer OB Matthias Klopfer übt Kritik am Rems-Murr-Klinikchef Marc Nickel. Laut dem OB halte sich die Klinikgesellschaft nicht an Absprachen aus der Zeit von Nickels Vorgänger.

Rems-Murr: Oliver Hillinger (hll)
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Schorndorf - Zwischen der Stadt Schorndorf und den kreiseigenen Rems-Murr-Kliniken verschärfen sich momentan die Spannungen. Erkennen lässt sich dies an zwei Projekten, welche die Stadt und der Kreis auf dem Gelände der Klinik in Schorndorf eigentlich gemeinsam realisieren wollten: Ein neues Blockheizkraftwerk, in das die Stadtwerke 1,2 Millionen Euro investieren wollten und eine Kindertagesstätte, welche sowohl den Klinikmitarbeitern als auch Schorndorfer Eltern zugute kommen sollte.

In beiden Projekte, die unter der Ägide des früheren Landrates Johannes Fuchs vereinbart worden waren, scheint Sand ins Getriebe geraten zu sein. Beim Blockheizkraftwerk hätten die Rems-Murr-Kliniken vorige Woche einen Gesprächstermin kurzfristig abgesagt, verkündete die Stadt jetzt bei einem Pressetermin. Die Kindertagesstätte, die einen wichtigen Beitrag zur besseren Versorgung mit Kindergartenplätzen in der Schorndorfer Südstadt hätte leisten sollen, habe „zurzeit beim Landkreis verständlicherweise untergeordnete Priorität“, hieß es vor kurzem im Gemeinderat. Man spreche auf höchster Ebene über das Projekt, heißt es auf Anfrage. Sollte es jedoch zu weiteren Verzögerungen kommen, so müssten „andere Planungen für Neubauten vorgezogen werden“.

Die Wogen schlagen hoch, seit Münchener Gutachter der Schorndorfer Klinik einen Sanierungsbedarf von 90 Millionen Euro unterstellten und Winnender Chefärzte sich in einem Brief gegen eine Sanierung zu diesen Kosten aussprachen (wir berichteten).




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