Küchenhersteller Alno Kartellamt genehmigt bosnische Übernahme

Der Küchenhersteller Alno aus Pfullendorf kämpft seit langem mit roten Zahlen. (Archivfoto) Foto: dpa
Der Küchenhersteller Alno aus Pfullendorf kämpft seit langem mit roten Zahlen. (Archivfoto) Foto: dpa

Das Kartellamt hat den Weg für die Übernahme des Küchenherstellers Alno durch den bosnischen Investor Tahoe frei gemacht. Tahoe gehört zum Firmenimperium Hastor und übernimmt gut 14 Prozent der Alno-Stammaktien.

Pfullendorf - Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Küchenherstellers Alno durch die bosnische Unternehmerfamilie Hastor genehmigt. Das teilte die Küchenfirma aus Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) am Mittwoch mit. Die Freigabe sei bereits am 19. November erfolgt. Die Beteiligungsfirma Tahoe, die zum Firmenimperium der Hastors gehört, übernimmt gut 14 Prozent der Alno-Stammaktien vom US-Hausgerätehersteller Whirlpool.

Entsprechend ziehen auch Tahoe-Vertreter in den Aufsichtsrat ein. In der neu konstituierenden Sitzung wurde Christian Becker den Angaben zufolge zum Vorsitzenden gewählt. Der promovierte Jurist ist seit 2015 Geschäftsführer des Automobilzulieferers Prevent DEV, der zur Prevent-Gruppe gehört. Becker war zuvor fast zehn Jahre in unterschiedlichen Funktionen für das Unternehmen mit Sitz in Wolfsburg tätig.

Tahoe ist dann größter Aktionär von Alno

Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot laufe noch bis zum 16. Dezember 2016 und könne bis zum 5. Januar 2017 verlängert werden, teilte Alno mit. Der Küchenhersteller kämpft seit langem mit roten Zahlen. Nach der Übernahme ist Tahoe größter Aktionär von Alno.

Der Familie Hastor gehört die Prevent-Gruppe, die unter anderem Autozulieferer ist. Sie hatte jüngst Volkswagen unter Druck gebracht, als zwei Prevent-Töchter die Lieferung von Teilen zwischenzeitlich verweigerten.

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