Kükensegen Die Enten haben doch gebrütet

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Neun kleine Küken schwimmen seit Kurzem im Teich des Paracelsus-Gymnasiums. Die Entenbabys halten Schüler und Lehrer auf Trab.

Mama Ente mit ihren neun Küken Foto: PGH
Mama Ente mit ihren neun Küken Foto: PGH

Plieningen - Das Bangen beginnt von Neuem: Am Wochenende sind am Schulteich des Paracelsus-Gymnasiums Hohenheim (PGH) neun Entenküken geschlüpft. Allerdings nicht ganz zur Freude von Lehrern und Schülern.

So mini und so süß

Zwar sind die Federknäuel „so mini und so süß“, wie die Schulsekretärin Gabriele Schaller sagt, die den Teich im Innenhof von ihrem Schreibtisch aus den ganzen Tag im Blick hat. Doch eigentlich hatte man sich gefreut, dass das Entenpaar, das immer wieder zu einer Siesta angeflogen kam, heuer nicht am Teich gebrütet hat. Denn im Schuljahr zuvor hatten das Vogelpaar und sein Nachwuchs für viel Aufregung gesorgt: Als die Küken geschlüpft waren, hatte die damalige Klasse 5a alles unternommen, um die Entenkinder vor Krähen und anderen Feinden zu schützen. Vergeblich. Zwei der Piepmatze wurden gefressen. Die Schüler waren sehr traurig. Die übrigen Küken samt Mama hatten die Kinder mit ihrer Biologielehrerin eingefangen und zu einem Teich im Botanischen Garten gebracht. Als die Entendame vor ein paar Wochen wieder häufiger mit ihrem Erpel am Teich aufgekreuzt ist, griff das PGH in die Trickkiste. Die Stadtgärtnerei schnitt die Gräser und Pflanzen radikal zurück, um der Ente keinen Nistplatz zu bieten. Genutzt hat dies nichts. Die Ente hat heimlich gebrütet. „Wir haben überhaupt nichts davon mitbekommen, dass die Ente da ist“, sagt Schaller. Umso größer sei die Überraschung am Montagmorgen gewesen. „Da war was los“, berichtet die Sekretärin. Alle Lehrer hätten sich um den Teich gedrängt und sich am Anblick der Küken bei ihren ersten Schwimmversuchen ergötzt.

Die kleinen Vögel halten seither die ganze Schule auf Trab. „Ein Küken ist in einen Kellerschacht geplumpst“, berichtet Schaller besorgt. Ein Lehrer konnte es jedoch unversehrt bergen. Nun sind alle ganz aufgeregt dabei, den kleinen Innenhof entenkükensicher zu machen. Und Gabriele Schaller fuhr erst einmal in die Zoohandlung, um Entenfutter zu besorgen.




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