Kulturbeauftragte Grütters Bundes-Kulturministerium sinnvoll

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, sitzt in ihrem Büro im Kanzleramt. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, sitzt in ihrem Büro im Kanzleramt. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Monika Grütters, die Kulturbeauftragte des Bundes, fordert ein eigenständiges Kulturministerium auf Bundesebene. Die Bedeutung der Kultur habe sich geändert, so Grütters.

Berlin/München - Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) spricht sich für ein eigenständiges Ministerium für Kultur auf Bundesebene aus. „Die bundespolitische Bedeutung der Kultur ist gewachsen“, sagte die Staatsministerin der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Es sei richtig gewesen, das Kulturressort anfangs im Kanzleramt anzusiedeln. Doch gäbe es „gute Gründe, das Ressort nach 23 Jahren zu einem Bundesministerium zu machen“, sagte Grütters rund ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl am 26. September.

Deutsche Bundesländer haben Kulturhoheit

Das Grundgesetz sieht eine sogenannte Kulturhoheit der Bundesländer vor. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte Ende der 90er Jahre erstmals einen Kulturbeauftragten im Range eines Staatsministers im Bundeskanzleramt berufen. Erster Amtsinhaber war Michael Naumann (SPD). Das Nachbarland Frankreich zum Beispiel besitzt bereits seit 1959 ein eigenständiges Kulturministerium. Es beschäftigt rund 11 000 Mitarbeiter und ist im zentral regierten Land für dessen kulturellen Schätze zuständig, die in Deutschland auf Länderebene verwaltet werden.




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