Kung-Fu-Foul von Alexander Nübel FC Schalke ändert Formulierung nach Fan-Protesten

Von red/ dpa/ sid 

Das Kung-Fu-Foul von Schalkes Alexander Nübel gegen Frankfurts Mijat Gacinovic sorgte auch nach der Partie noch für Wirbel. Proteste gab es vor allem für die Formulierung im Spielbericht des FC Schalke 04.

Für Schalkes Alexander Nübel gab es nach dem Kung-Fu-Foul die Rote Karte, für den Verein die Quittung der Fans. Foto: imago images/Mika Volkmann/Mika Volkmann
Für Schalkes Alexander Nübel gab es nach dem Kung-Fu-Foul die Rote Karte, für den Verein die Quittung der Fans. Foto: imago images/Mika Volkmann/Mika Volkmann

Gelsenkirchen - Nach Protesten in den sozialen Medien hat Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 im Spielbericht auf seiner Homepage die Formulierung zur Roten Karte von Alexander Nübel geändert.

„Ihr habt Recht, das Wort „Rettungsaktion“ war von uns sehr unglücklich gewählt. Wir haben die entsprechende Passage abgeändert“, twitterte der Verein am Montagmorgen.

Im ersten Bericht hatten die Schalker das Kung-Fu-Foul von Nübel gegen Frankfurts Mijat Gacinovic, für das er beim 1:0-Sieg am Sonntag die Rote Karte sah, als „Rettungsaktion außerhalb des Strafraums“ bezeichnet. Im aktualisierten Bericht ist nun von einer „verunglückten Aktion außerhalb des Strafraums“ die Rede.

Auch Formulierung im Live-Tweet sorgt für Ärger

Für eine Formulierung im Live-Tweet während des Spiels entschuldigten sich die Schalker zudem. „Wie bitter. Alex #Nübel zieht nach einem langen Ball gegen Gacinovic die Notbremse. Sprich: Rote Karte“, hatte es in dem Tweet geheißen. Am Montag schrieb Schalke: „Das „Wie bitter“ war sicherlich nicht die beste Formulierung - in der Hektik haben wir hier die falsche Wortwahl verwendet. Sorry dafür und weiterhin gute Besserung an Mijat Gacinovic. Glück auf!“

Wohl lange Pause

Der Kapitän der Königsblauen kommt aber nach seinem brutalen Foul in Oliver-Kahn-Manier wohl nicht um eine lange Zwangspause herum - und hat viel Zeit nachzudenken, vor allem über seine ungeklärte Zukunft.

Einen Gefallen tat sich Nübel mit der Roten Karte beim 1:0 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt nicht. Nach seinem folgenschweren Patzer beim 1:2 in Leverkusen, als er die Flanke vor dem ersten Gegentor unterlaufen hatte, verlor der U21-Vizeeuropameister die Nerven und machte wieder von sich reden - aber ganz anders, als er es sich in dieser entscheidenden Phase seiner Karriere vorgestellt hatte.

„Man hat schon auf dem Platz gesehen, dass es ihm sehr leidgetan hat. Er macht das nicht mit Absicht, er ist ein super netter Kerl“, sagte sein Mitspieler Daniel Caligiuri, während Nübel selbst schwieg. Der 23-Jährige weiß: Im Poker um seine Zukunft hat sich sein Blatt deutlich verschlechtert.