Lailberg II in Heimsheim Rat schaut auf alle Bauanträge

Von kle 

Die Politiker möchten auch unproblematische Gesuche weiter im Ausschuss behandeln.

Alle Bauanträge werden für den Technischen Ausschuss aufbereitet. Foto: www.pixabay.com
Alle Bauanträge werden für den Technischen Ausschuss aufbereitet. Foto: www.pixabay.com

Heimsheim - Im Baugebiet Lailberg II geht es so langsam richtig zur Sache. Nach und nach trudelt im Bauamt der Stadt ein Bauantrag nach dem anderen ein. Die Verwaltung schlug deshalb im Gemeinderat vor, dass Anträge, die die Politiker ohnehin nur zur Kenntnis nehmen können, weil die Anträge vollständig dem Bebauungsplan entsprechen, nicht mehr im Technischen Ausschuss vorgestellt werden. Die Anregung beschränkte sich auf das Baugebiet Lailberg II, solange die Besiedelung in der Hochphase ist. Begründet wurde das mit dem immens hohen Verwaltungsaufwand für ein Thema, bei dem die Politiker nichts entscheiden dürfen. Eine Mehrheit fand der Vorschlag im Gremium aber nicht.

Das Aufbereiten schluckt viel Zeit

„Wir haben heute zwölf Baugesuche in 37 Minuten abgearbeitet“, sagte Ralf Rüth von der CDU. Diesen Zeitaufwand sollte man schon leisten, „ich halte es für wichtig, dass wir das weiter besprechen. Lailberg ist außerdem eine temporäre Sache, das geht auch wieder vorbei.“ Dem Bauamt ging es allerdings nicht um den im Grunde überschaubaren Mehraufwand im Gemeinderat. Die Unterlagen dafür vorzubereiten, schlucke aber sehr viel Zeit, erklärte der Bauamtsleiter Paul Moch. Zumal die internen Sitzungsbeilagen für die Räte noch mal anders aufbereitet werden müssen als die für die Öffentlichkeit. „In größeren Städten ist das gang und gäbe, dass nicht jedes Gesuch durch die Gremien geht“, erklärte der Bürgermeister Jürgen Troll. Problematische Bauanträge würden natürlich weiterhin hier vorgestellt.

Während die Bürger für Heimsheim den Vorschlag der Verwaltung unterstützten, vertraten CDU und Freie Wählervereinigung einen anderen Standpunkt. „Ich finde das auch wichtig für die Bevölkerung, weil auf diese Weise die Öffentlichkeit einen Einblick erhält, was dort eigentlich passiert“, argumentierte Stefan Adelmann (FWV). Letztlich stimmten neun Ratsleute gegen den Antrag, nur fünf dafür.




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