Landgericht Berlin Frauen ins Auto gezerrt und vergewaltigt - Angeklagte schweigen

Von red/dpa 

Zwei Brüdern wird vorgeworfen, mehrere Frauen vergewaltigt zu haben. Sie schweigen zu den Vorwürfen. Dabei soll es noch einen dritten Beteiligten geben.

Die Angeklagten schweigen vor dem Berliner Landgericht. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen
Die Angeklagten schweigen vor dem Berliner Landgericht. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Britta Pedersen

Berlin - Er soll in zwei Fällen eine Frau auf der Straße in sein Auto gezerrt und mit Komplizen vergewaltigt haben: Ein 33-Jähriger, dem vier sexuelle Überfälle zur Last gelegt werden, steht seit Montag vor dem Berliner Landgericht. In einem Fall hat er laut Anklage eine 14-Jährige in seiner Wohnung missbraucht. Mitangeklagt ist sein 25-jähriger Bruder, der an einem Angriff auf eine 18-jährige Passantin beteiligt gewesen sein soll. Die Männer schwiegen zu Verhandlungsbeginn zu den Vorwürfen.

Die Brüder sowie ein dritter bislang nicht bekannter Mann sollen am 18. Januar 2020 gegen 3.30 Uhr eine 18-jährige Frau „völlig unvermittelt“ gepackt haben, heißt es in der Anklage. Sie hätten ihr den Mund zugehalten, sie gewürgt und in ein Auto gezogen. Die Frau sei im Wagen und in der Wohnung des 25-Jährigen mehrfach vergewaltigt worden. Vier Stunden lang sei sie festgehalten und sexuell misshandelt worden.

Opfer leidet unter posttraumatischer Belastungsstörung

Der 33-Jährige soll etwa einen Monat später mit drei Komplizen eine weitere Frau in ein Auto gezogen und vergewaltigt haben. Zu dem Übergriff auf die 21-Jährige sei es in der Nähe eines Clubs in Berlin gekommen. Alle Fahrzeuginsassen hätten die Frau sexuell misshandelt. Sie sei auch gezwungen worden, drei Tabletten Amphetamine herunterzuschlucken, so die Anklage. Dem 33-Jährigen werden zudem zwei Vergewaltigungen in seiner Wohnung vorgeworfen.

Als erste Zeugin im Prozess wurde die damals 18-Jährige befragt - auf Antrag ihrer Anwältin räumlich getrennt von den Angeklagten und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ihre Mandantin leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung, so die Anwältin. Es sei für sie unerträglich, in einem Raum mit den Tätern zu sein. „Ihr gesamtes Leben ist verändert.“ Der Prozess wird am 24. September fortgesetzt.




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