Leichenfund bei Freudenstadt Sollte Frauenkörper im Wald verbrannt werden?

An dieser Parkbucht wurde die Leiche gefunden. Foto: Müller
An dieser Parkbucht wurde die Leiche gefunden. Foto: Müller

Die Identität der Frau, deren Leiche am Samstag voriger Woche bei Kniebis im Schwarzwald entdeckt wurde, ist weiterhin unklar. Nach Informationen unserer Redaktion will die Polizei in Kürze mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit gehen.

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Freudenstadt-Kniebis - Dazu wollte sich ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Dienstag allerdings nicht äußern. Er bestätigte jedoch, dass der Leichnam teilweise verbrannt sei. Spuren eines Feuers finden sich auch auf dem Waldboden am Fundort. Ob der Körper in Brand gesetzt wurde, um Spuren zu verwischen, kann die Polizei im Moment nicht sagen.

Identität weiter unklar

Am Freitag hatten die Ermittler ein Foto von einer Tätowierung veröffentlicht, vielmehr von einem auffälligen Detail. Es zeigt eine stilisierte Hibiskusblüte. Die Frau hatte ein großes Tattoo auf dem Rücken. Zwar seien daraufhin weitere Hinweise bei der Polizei eingegangen, bislang allerdings keine, die die Beamten in dem Fall weiterbringen. Die Tatsache, dass die Tätowierung gut zu erkennen ist, lässt den Schluss zu, dass die Frau beim Auffinden des Leichnams noch nicht allzulange tot gewesen sein kann.

Wie berichtet, entdeckten Pilzsammler die tote Frau am Samstag, 11. September, gegen 13 Uhr im Wald. Der Fundort befindet sich etwa 800 Meter außerhalb von Kniebis Richtung Freudenstadt, in direkter Nähe einer Parkbucht der vielbefahrenen B 28. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Rottweil handelt es sich bei der Toten um eine Frau im Alter von mindestens 20 Jahren. Sie soll zwischen 1,60 und 1,65 Meter groß gewesen sein und hatte braunes, mittellanges Haar. Weitere Einzelheiten wollen die Behörden derzeit nicht preisgeben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. So soll kein Wissen an die Öffentlichkeit getragen werden, das nur ein Täter haben kann.

Kein entscheidender Tipp

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keinen Zusammenhang mit bekannten Vermisstenfällen. Aufgrund der Gesamtumstände sei von einem Verbrechen auszugehen. Die Polizei hat eine Sonderkommission "Pfad" mit 30 Beamten eingerichtet, um den Fall aufzuklären.

Zeugen oder Hinweisgeber können sich beim Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Pforzheim melden, Telefon 07231/186 44 44. Ein Foto von der Tätowierung kann im Internet-Portal der Polizei aufgerufen werden.

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